Amphetamine / Methamphetamin:
Folgen

Folgen des Konsums

Körperliche Folgen

Der wiederholte Konsum von Amphetaminen kann psychische und physische Folgen haben.

 

Psychische Folgen

  • Depression
  • Angstzustände
  • Erschöpfung
  • Ruhelosigkeit
  • Gereiztheit und gesteigerte Aggressivität
  • Hemmungslosigkeit und fehlende Kritikfähigkeit
  • Risiko von Amphetamin-Psychosen, die bis zu einem Monat anhalten können
  • chronisch Konsumierende können stundenlang repetitiven, sinnlosen Tätigkeiten nachgehen

 

Körperliche Auswirkungen

  • Gewichtsverlust
  • Schwächung des Immunsystems
  • Organschädigung (insbesondere Niere, Magen, Darm) sowie Lungenödeme
  • Herzrhythmusstörungen und Schädigungen des Herzens
  • Austrocknung der Schleimhäute in Mund und Rachen
  • schwer heilende Wunden
  • Erschöpfungszustände, Schlafstörungen

Methamphetaminkonsum hat grundsätzlich dieselben Risiken. Da die Wirkung bei Methamphetamin jedoch stärker ist und länger dauert, sind die Risiken grundsätzlich erhöht.

Folgen des Amphetamin- und Methamphetaminkonsums: Kennzahlen

Behandlung wegen Amphetamin- und Methamphetaminkonsums

Der Anteil der Personen, die bei Behandlungseintritt Amphetamine als Hauptproblem angegeben haben, hat im Zeitraum von 2004 bis 2020 etwas zugenommen, liegt aber insgesamt auf einem relativ tiefen Niveau. Daten zu den Eintritten mit einem Hauptproblem mit Methamphetamin liegen erst seit 2013 vor. Sie liegen ebenfalls auf tiefem Niveau.

Strafverfolgung im Zusammenhang mit Amphetamin- und Methamphetaminkonsum: Verzeigungen

Die Anzahl der Verzeigungen wegen Konsums von Amphetaminen hat seit 1990 generell zugenommen, ein Höhepunkt wurde 2015 erreicht. Seither nahmen sie etwas ab.

Ein vergleichbarer Trend einer Zunahme, wenngleich auch auf tieferem Niveau, zeigt sich seit Beginn der Datenerhebung 2002 auch bei den Verzeigungen wegen Konsums von Methamphetamin.

Amphetamin- und methamphetaminbedingte Todesfälle

Gemäss dieser Statistik sind in den letzten 20 Jahren fast keine Todesfälle dokumentiert, die auf eine Einnahme von Amphetaminen oder Methamphetamin zurückgeführt werden können.