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Struktur und Produkte des Betäubungsmittelmarktes im Kanton Waadt

Das Projekt «Struktur und Produkte des Betäubungsmittelmarktes im Kanton Waadt» (MARSTUP) ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Sucht Schweiz, dem Institut für Kriminologie (ESC) der Universität Lausanne und dem Institut für Sozial- und Präventivmedizin (IUMSP) des Universitätsspitals Lausanne (CHUV), welche sich schon seit vielen Jahren mit Fragen zu Betäubungsmitteln auseinandersetzen. Alle drei Institute waren sich darüber im Klaren, dass es sich beim Markt um einen Aspekt der Betäubungsmittelproblematik handelt, dem in der Vergangenheit nicht genügend Beachtung geschenkt wurde. Ziel der Zusammenarbeit war es, einen Einblick in die Struktur und die Organisation des Betäubungsmittelmarktes zu erhalten und damit einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Drogenpolitik und zur Förderung von faktenbasierten Debatten zu leisten. Gleichzeitig sollte ein Instrument zur langfristigen Beobachtung der Entwicklung dieses Marktes entwickelt werden. Der Kanton Waadt hat dieses Projekt mitfinanziert und eine Begleitgruppe bestehend aus Fachpersonen der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit wurde gebildet.

Das Projekt wurde in drei Teilprojekte aufgeteilt: die Untersuchung des Opioidmarktes, des Marktes der Stimulanzien und jener der Cannabinoide. Jedes Teilprojekt untersucht vier Dimensionen des Marktes: die sich in Umlauf befindenden Produkte, die konsumierten Mengen, die Struktur und die Organisation des Marktes sowie sein monetärer Wert. Hierfür wurde auf Daten aus existierenden Befragungen und Statistiken sowie auf eigene Erhebungen zurückgegriffen, namentlich auf Interviews von Fachpersonen, welche Kenntnisse dieser Märkte haben (Polizei, Sozialarbeit) und mit Konsumierenden von Betäubungsmitteln. Des Weiteren wurden Abwasseranalysen und Analysen von Drogenrückständen in gebrauchten Spritzen für das Projekt berücksichtigt. Es handelt sich dabei um die erste interdisziplinäre Studie dieser Art in der Schweiz.

Der vorliegende Bericht – der erste des Projekts – gibt Auskunft über den Opioidmarkt.

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