Sucht Schweiz – Glücksspiel
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Glücksspiel

Spielautomaten, Lotto, Roulette, Poker, Sportwetten: Für die einen eine vergnügliche Freizeitbeschäftigung, für andere eine Abhängigkeit.

Sensibilisierungskampagne: Glücksspiele können abhängig machen. Auch online.

Das interkantonale Programm ​"Spielen ohne Sucht" lanciert ​im Auftrag von 16 Deutschschweizer Kantonen eine digitale Sensibilisierungskampagne. Mit spannenden und leicht ironischen Kurzfilmen sollen die Risiken und das Suchtpotenzial von Online- Glücksspielen aufgezeigt werden. Dabei werden auch konkrete ​Tipps​ vermittelt, wie Spielende ihr Spielverhalten kritisch unter die Lupe nehmen können. “Sich Zeit- oder Geldlimiten setzen oder regelmässige Auszeiten nehmen sind Möglichkeiten, sich selbst zu schützen”, so Suchtexpertin Nadia Rimann von ​Spielen ohne Sucht​. Für Betroffene und Angehörige steht via www.sos-spielsucht.ch​ ein kostenloses und anonymes Beratungsangebot zur Verfügung.

Medienmitteilung zur Kampagne

Publikationen zum Thema

Literatur

Die Liste öffnen (PDF)

Kontakt und Anfragen

Nadia Rimann
Tel. 021 321 29 84
nrimann@ich-will-keinen-spamaddictionsuisse.ch

Neu in diesem Dossier: Kurzfilme im Rahmen der Sensibilisierungskampagne

Glücksspielsucht

Geldspielautomaten, Pokerpartien, Sportwetten, Casinospiele oder Lotteriespiele haben auch in der Schweiz zahlreiche Menschen – mehr Männer als Frauen - im Griff. Bei Betroffenen dreht sich alles im Alltag um Geldspiele. Sie haben die Kontrolle über ihr Spielverhalten verloren. Nicht selten steuern Spielsüchtige sich selbst und ihre Familien in den finanziellen Ruin. Sie verlieren den Bezug zur Realität und verleugnen ihr Problem.

Interkantonales Präventionsprogramm

Nebst einem professionellen Behandlungsangebot tragen auch präventive Massnahmen dazu bei, dass weniger Menschen von Spielsucht betroffen sind. Zehn Kantone der Nordwest- und Zentralschweiz (AG, BE, BL, BS, LU, OW, NW, SO, UR, ZG) haben Sucht Schweiz beauftragt, ein Programm zur Prävention der Glücksspielsucht zu erarbeiten und umzusetzen. Finanziert wird das Mandat aus der Spielsuchtabgabe der Landeslotterien an die Kantone. 

Aus diesem Mandat hervorgegangen sind: 

  • Bericht zur Situations- und Bedarfsanalyse zum Thema Glücksspiel
  • Teilübersetzung der Website www.sos-spielsucht.ch auf Türkisch, Portugiesisch, Thai, Englisch und Bosnisch/Serbisch/Kroatisch. Hinweise auf Informationsmaterialien, die internationale Organisationen in diesen Sprachen zum Thema aufgeschaltet haben.

Forschungsaufträge zu folgenden Themen:

  • Glücksspielverhalten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Glücksspielverhalten bei der Migrationsbevölkerung
  • Analyse der Daten von in Spielbanken gesperrten Personen
  • Spielverhalten und Merkmale von Online-Glücksspielenden
  • Informations- und Sensibilisierungsbedarf zum Thema „problematisches Glücksspiel“ bei Fachpersonen von Sozialdiensten, Schuldenberatung, RAV und HR-Abteilungen grosser Unternehmen.

Die Schlussberichte und Ergebnisse der Forschungsaufträge stehen auf www.sos-spielsucht.ch zur Verfügung.

Neues Geldspielgesetz

Seit 1. Januar 2019 hat die Schweiz ein neues Geldspielgesetz. Dieses ersetzt die zwei bisherigen Gesetzgebungen zu den Spielbanken und Lotterien.
Das neue Gesetz öffnet den Markt für legale Angebote von Casinospielen im Internet und ermöglicht Pokerspiele ausserhalb von Casinos. Es fehlt aus Sicht der Suchtprävention jedoch die grundlegende Verbesserung des Spielerschutzes. Eine der wenigen begrüssenswerten Neuerungen ist, dass neu auch für Lotteriespiele das Mindestalter von 16 Jahren gilt. Für Casino- und Onlinespiele bleibt das Mindestalter bei 18 Jahren.

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