Sucht Schweiz – Glücksspiel
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Glücksspiel

Spielautomaten, Lotto, Roulette, Poker, Sportwetten: Für die einen eine vergnügliche Freizeitbeschäftigung, für andere eine Abhängigkeit.

"Wenn dein Spiel zur Droge wird" – Kampagne bricht Tabu der Glücksspielsucht

SOS Spielsucht lancierte am 24. Oktober 2017 eine vierwöchige Sensibilisierungskampagne  zu den Risiken des Glücksspiels. Kernelement der Kampagne ist der Dokumentarfilm – Glück.Spiel.Sucht , in dem drei ehemalige Glücksspielsüchtige berührend über ihre persönlichen Erfahrungen berichten und so das Tabu der Sucht brechen.

 

Literatur

Die Liste öffnen (PDF)

Kontakt und Anfragen

Nadia Rimann
Tel. 021 321 29 84
nrimann@ich-will-keinen-spamaddictionsuisse.ch

Neu in diesem Dossier:

Glücksspielsucht
Glücksspiel: Die Suche nach dem schnellen Geld

Was wird unter Glücksspielsucht verstanden? Woran erkennt man eine Abhängigkeit frühzeitig? Was kann die Prävention tun und wo erhalten Betroffene Unterstützung?
Überarbeitete Version 2018 aus der Serie "Fokus"

Glücksspielsucht

Geldspielautomaten, Pokerpartien, Sportwetten, Casinospiele oder Lotteriespiele haben auch in der Schweiz zahlreiche Menschen – mehr Männer als Frauen - im Griff. Bei Betroffenen dreht sich alles im Alltag um Geldspiele. Sie haben die Kontrolle über ihr Spielverhalten verloren. Nicht selten steuern Spielsüchtige sich selbst und ihre Familien in den finanziellen Ruin. Sie verlieren den Bezug zur Realität und verleugnen ihr Problem.

Interkantonales Präventionsprogramm

Nebst einem professionellen Behandlungsangebot tragen auch präventive Massnahmen dazu bei, dass weniger Menschen von Spielsucht betroffen sind. Zehn Kantone der Nordwest- und Zentralschweiz (AG, BE, BL, BS, LU, OW, NW, SO, UR, ZG) haben Sucht Schweiz beauftragt, ein Programm zur Prävention der Glücksspielsucht zu erarbeiten und umzusetzen. Finanziert wird das Mandat aus der Spielsuchtabgabe der Landeslotterien an die Kantone. 

Aus diesem Mandat hervorgegangen sind: 

  • Bericht zur Situations- und Bedarfsanalyse zum Thema Glücksspiel
  • Teilübersetzung der Website www.sos-spielsucht.ch auf Türkisch, Portugiesisch, Thai, Englisch und Bosnisch/Serbisch/Kroatisch. Hinweise auf Informationsmaterialien, die internationale Organisationen in diesen Sprachen zum Thema aufgeschaltet haben.

Forschungsaufträge zu folgenden Themen:

  • Glücksspielverhalten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • Glücksspielverhalten bei der Migrationsbevölkerung
  • Analyse der Daten von in Spielbanken gesperrten Personen
  • Spielverhalten und Merkmale von Online-Glücksspielenden
  • Informations- und Sensibilisierungsbedarf zum Thema „problematisches Glücksspiel“ bei Fachpersonen von Sozialdiensten, Schuldenberatung, RAV und HR-Abteilungen grosser Unternehmen.

Die Schlussberichte und Ergebnisse der Forschungsaufträge stehen auf www.sos-spielsucht.ch zur Verfügung.

Stand der Dinge zur Revision des neuen Geldspielgesetzes

Das Parlament hat in der Herbstsession 2017 das neue Geldspielgesetz verabschiedet. Darauf haben verschiedene Jungparteien das Referendum ergriffen, da sie Internetsperren, welche verhindern, dass aus der Schweiz auf ausländische Angebote zugegriffen werden kann, ablehnen.

Das neue Gesetz öffnet den  Markt für legale Angebote von Casinospielen im Internet und ermöglicht Pokerspiele ausserhalb von Casinos. Es fehlt aus Sicht der Suchtprävention jedoch die grundlegende Verbesserung des Spielerschutzes. Eine der wenigen begrüssenswerten Neuerungen ist, dass neu auch für Lotteriespiele das Mindestalter von 16 Jahren gilt. Für Casino- und Onlinespiele bleibt das Mindestalter bei 18 Jahren.

Offizielle Dokumente zum Gesetzesprozess beim Bundesamt für Justiz.

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