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Welttag ohne Tabak: Neue Publikation vereint aktuelles Wissen zum Rauchen

26. Mai 2015, 10:00

Am 31. Mai ist Welttag ohne Tabak der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Mit der überarbeiteten Tabak-Ausgabe aus der Reihe "Im Fokus" greift Sucht Schweiz die generellen Ziele des Welttags mit aktuellem Inhalt auf und detailliert die Schäden. Der Rückgang des Rauchens ist gebremst. Die Tabakprävention braucht somit neue Impulse, weshalb die Neuauflage des "Fokus" Präventionsaspekte ausführlicher darstellt.

Pünktlich zum Welttag ohne Tabak vom kommenden 31. Mai lanciert Sucht Schweiz die aktualisierte Publikation zum Thema Tabak aus der Reihe "Im Fokus". Sie bietet eine Rundschau der zentralen Fakten rund ums Rauchen, der Problemlast, Risiken und präventiven Massnahmen.
Der Raucheranteil in der Bevölkerung ab 15 Jahren sank bis 2013 auf 25 %, wobei sich der Rückgang in den letzten Jahren deutlich verlangsamte. Bei den 25- bis 34-Jährigen ist der Raucheranteil mit 34 % am höchsten. Nach wie vor rauchen mehr Männer als Frauen; insgesamt sind es 1,7 Millionen Menschen in der Schweiz – und noch mehr rauchen passiv mit. Der Schutz vor dem Passivrauchen erweist sich als äusserst wichtig, braucht aber ebenfalls neue Impulse, denn seit 2011 scheint sich der Rauch wieder leicht zu "verdichten".

Umfassende Prävention reduziert frühzeitige Todesfälle

Marketing und leichte Erhältlichkeit von Tabakprodukten kurbeln den Konsum nachweislich an. Für die Risiken zu sensibilisieren ist wichtig, macht aber alleine noch keine wirksame Prävention aus. Allgemeine Tabakwerbeverbote, Preiserhöhungen, Ausdehnung der rauchfreien Räume sowie ein breit angelegtes Angebot zur Rauchentwöhnung sind daher von der WHO-Tabakkonvention (FCTC) anerkannte und empfohlene Massnahmen, die Sucht Schweiz umfassend unterstützt. Gerade das generelle Werbe- und Sponsoringverbot steht für Sucht Schweiz und weitere Gesundheitsorganisationen bei der Debatte zum neuen Tabakproduktegesetz im Zentrum. Die Gesetzesvorlage ist für die Tabakprävention richtungsweisend.

Rauchen schädigt vielfach

Die über 7000 Substanzen einer Zigarette lösen sich buchstäblich in Rauch auf. Mindestens 70 von ihnen sind krebserregend. Selbst Zuckerarten sind enthalten, die das Suchtpotenzial verstärken. Bezüglich der Risiken spricht der Tabak-Fokus Klartext. 41 Prozent der auf Tabakkonsum zurückgehenden Todesfälle werden durch Krebs verursacht, 41 Prozent durch eine Herz-Kreislauf-Krankheit und 18 Prozent durch eine Atemwegserkrankung. Tabakrauch schädigt die Lungen und verursacht Atemwegs- und Lungenentzündungen, Bronchitis und die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD). Diese Krankheit gilt in den Industrieländern als fünftwichtigste Todesursache, wobei 80 bis 90 Prozent der COPD-Fälle dem Tabakkonsum zuzuschreiben sind. Wer raucht, lebt durchschnittlich zehn Jahre weniger lang als Nichtrauchende.

Welttag ohne Tabak vom 31. Mai
Der Welttag ohne Tabak, den die Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr am 31. Mai lanciert, fokussiert im 2015 auf den illegalen Handel mit Tabakprodukten. Die WHO geht davon aus, dass eine von zehn Zigaretten, die weltweit geraucht wird, illegal gehandelt wurde. Mit dem Schwarzmarkt entgehen den Staaten riesige Summen an Steuergeldern. Allein in der EU wird der Verlust auf mehr als 10 Milliarden Euro beziffert. Im Schwarz-markt sind die Zigaretten billiger – sie sind so für noch mehr Menschen erschwinglich.
Die WHO schätzt, dass das Rauchen jährlich nahezu 6 Millionen Menschenleben fordert. Mehr als 80 % dieser vermeidbaren Todesfälle ereignen sich in Ländern mit tiefen oder mittleren Einkommen. In der Schweiz ist der Tabakkonsum für mehr als 25 Todesfälle pro Tag verantwortlich; das sind über 9000 im Jahr. Er verursacht 15 Prozent aller (und ausserdem die meisten vermeidbaren) Todesfälle.

Der aktualisierte Tabak-Fokus liegt in Deutsch, Französisch und neu auch in Italienisch vor.

        
Auskunft:
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Tel.: 079 309 13 23
    
Die Stiftung Sucht Schweiz ist ein nationales Kompetenzzentrum im Suchtbereich. Sie betreibt Forschung, konzipiert Präventionsprojekte und engagiert sich in der Gesundheitspolitik. Das Ziel der Stiftung ist, Probleme zu verhüten oder zu vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen hervorgehen oder durch Glücksspiel und Internetnutzung entstehen. Mehr als 200`000 Personen unterstützen unsere NGO.

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