Sucht Schweiz – Suchtbelastete Familien
Seite druckenSendenRSSYouTube

Suchtbelastete Familien

Die Unterstützung von Kindern aus suchtbelasteten Familien ist angesichts der hohen Risikofaktoren ein besonders wichtiges Anliegen der Prävention.

Viele Kinder sind betroffen

Sucht Schweiz schätzt, dass hierzulande rund 100‘000 Kinder und Jugendliche in Familien leben, die von der Alkoholabhängigkeit eines Elternteils betroffen sind. Wie viele weitere Kinder Eltern haben, welche Probleme mit illegalen Substanzen haben oder exzessiv Glücksspiel spielen, lässt sich gegenwärtig nicht einschätzen.

Diese Kinder fühlen sich oft sehr verunsichert. Sie leiden unter Schuldgefühlen. Aus Scham und aus Loyalität zu den Eltern trauen sie sich nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Zudem zeigen verschiedene Studien, dass Kinder aus alkoholbelasteten Familien ein bis zu 6 Mal höheres Risiko haben, selbst in eine Abhängigkeit zu geraten oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln.

Plattform: Kinder von suchtkranken Eltern

Nationale Austausch- und Weiterbildungsplattform: Informationen betreffend 2020 folgen demnächst.

Archive der Plattform 2018: Kinder aus suchtbelasteten Familien – ihr Umgang mit dem Erlebten als "erwachsene Kinder"

Archive der Plattform und des nationales Kongresses 2017

Informationen und Rat für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche können sich unter www.mamatrinkt.ch und www.papatrinkt.ch altersgerecht über die Erkrankung von Mama und Papa informieren und im Forum haben sie die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen.

Unter der Telefonnummer 147 (Telefon- und SMS-Beratung) erreichen Kinder und Jugendliche rund um die Uhr jemanden, der zuhört und kompetente Hilfe leistet. (Mail: beratung@ich-will-keinen-spam147.ch, Site www.147.ch)

www.kopfhoch.ch  www.tschau.ch  www.kidkit.de

Literaturlisten

Hier finden Sie eine Auflistung von Kinder- und Jugendbüchern, Filmen und Links zu den Themen elterliche Suchterkrankung, psychische Erkrankung und häusliche Gewalt.

Liste deutscher Literatur zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien (2007 – 2015)

Angebote in den Kantonen

Aktuelle Angebote für betroffene Kinder, Jugendliche und Eltern finden Sie nach Kantonen geordnet in dieser Liste.

Es handelt sich dabei um Angebote für Einzelberatungen sowie Angebote für Gesprächsgruppen für betroffene Kinder und/oder deren Eltern. Gesprächsgruppen ermöglichen den Teilnehmenden, vom breiten Erfahrungshintergrund der Beteiligten zu profitieren, zu realisieren, dass man mit dem Problem nicht allein ist und sinnvolle Strategien im Umgang mit der eigenen Betroffenheit zu entwickeln. Im Zentrum der Gruppenangebote stehen die Informationsvermittlung, der gegenseitige Erfahrungsaustausch und die Entwicklung neuer Lösungsmöglichkeiten. In den Gruppenangeboten steht der vertrauliche Umgang mit dem Gehörten an erster Stelle.

Aktionswoche 10.-16. Februar 2020

Vom 10. bis 16. Februar 2020 findet zum 2. Mal in Folge die von Sucht Schweiz koordinierte Aktionswoche "Kinder von suchtkranken Eltern" statt.

Alle Organisationen und Institutionen aus den Bereichen Sucht, Familie, Kinder- und Jugendschutz oder verwandten Bereichen sind eingeladen mitzuwirken, indem sie Aktivitäten und Veranstaltungen rund um die Thematik organisieren, und die bestehenden Angebote kommunizieren.
Mehr Infos auf der Kampagnenwebsite und in der Ankündigung an unsere Partner.

Das Werbeplakat 2020 herunterladen und/oder bestellen.

Neu in diesem Dossier: Kursmanual "Gemeinsam stark"

Mit Hilfe dieses Manuals können Suchtfachstellen und andere Fachpersonen ein Kursangebot für suchtkranke Eltern und ihre 6- bis 12-jährigen Kinder konzipieren und anbieten. Eine PDF-Version des Manuals wird allen interessierten Fachstellen und Fachpersonen kostenlos zugestellt, die an der Durchführung solcher Kurse interessiert sind.

Dieses Manual ist von einer Arbeitsgruppe bestehend aus Fachpersonen, die Erfahrung in der Arbeit mit suchtbetroffenen Familien haben, unter der Leitung von Sucht Schweiz entwickelt worden. Das Projekt wurde durch den Nationalen Alkoholpräventionsfonds und verschiedene Stiftungen finanziell unterstützt.

Verschiedene Fachstellen haben nun solche Kurse ausgeschrieben, zum Beispiel die Fachstelle Arche Zürich oder die Perspektive Solothurn. Auch andere Fachstellen sind dabei, Kurse zu planen. Wenden Sie sich bitte an uns, wenn Sie zum Beispiel einer Familie, die Sie beraten, einen solchen Kurs empfehlen möchten! Wir können Sie über Angebote informieren: Sabine Dobler, Projektleiterin Prävention, Tel. 021 321 29 77, sdobler@ich-will-keinen-spamsuchtschweiz.ch.

Für Fachpersonen

Der Leitfaden soll Fachpersonen im Sozialbereich, in der medizinischen Versorgung, in Tagesstrukturen oder in Schulen die Situation dieser Kinder näher bringen und aufzeigen, wie sie unterstützt werden können. Wann und wie reagieren? Welche rechtlichen Aspekte sind relevant und wo kann man sich in schwierigen Situation fachliche Unterstützung holen?


Factsheet für Schulen - Kinder aus suchtbelasteten Familien
Erwachsene, die beruflich mit Kindern aus suchtbelasteten Familien in Kontakt sind, insbesondere in Schulen, können wichtige Unterstützung bieten.

Materialien und Unterstützung durch Sucht Schweiz:

  • Zum Bestellen und/oder Herunterladen: Broschüre Kinder aus alkoholbelasteten Familien und Broschüre "Eltern vor allem - Eltern trotz allem"
  • Präventiv-pädagogisches Hilfsmittel in Form einer Website, welches Fachpersonen unterstützt, das Thema einer elterlichen Suchterkrankung anzusprechen: "Bobys Geschichten".
  • Eine Internetsite für betroffene Kinder und Jugendliche mit altersgerechten Informationen und einem Forum für den Austausch: www.papatrinkt.ch / www.mamatrinkt.ch  (d/f). Visitenkarten mit der Internetadresse zum Verteilen können bestellt werden.
  • Hilfe für betroffene Eltern und Nahestehende. Mit Broschüren und am Beratungstelefon vermittelt das Beratungsteam von Sucht Schweiz, wie man trotz Suchtproblematik seine Elternrolle wahrnehmen und den Kindern eine Unterstützung sein kann.
  • Unterstützung für die Entwicklung von Angeboten für betroffene Kinder, finanziell und fachlich.

Kontakt und Anfragen


Tel. 021 321 29 76
praevention@ich-will-keinen-spamsuchtschweiz.ch 

.hausformat | Webdesign, Typo3, 3D Animation, Video, Game, Print