Sucht Schweiz – Suchtbelastete Familien
Seite druckenSendenRSSYouTube

Suchtbelastete Familien

Die Unterstützung von Kindern aus suchtbelasteten Familien ist angesichts der hohen Risikofaktoren ein besonders wichtiges Anliegen der Prävention.

Viele Kinder sind betroffen

Sucht Schweiz schätzt, dass hierzulande rund 100‘000 Kinder und Jugendliche in Familien leben, die von der Alkoholabhängigkeit eines Elternteils betroffen sind. Wie viele weitere Kinder Eltern haben, welche Probleme mit illegalen Substanzen haben oder exzessiv Glücksspiel spielen, lässt sich gegenwärtig nicht einschätzen.

Diese Kinder fühlen sich oft sehr verunsichert. Sie leiden unter Schuldgefühlen. Aus Scham und aus Loyalität zu den Eltern trauen sie sich nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Zudem zeigen verschiedene Studien, dass Kinder aus alkoholbelasteten Familien ein bis zu 6 Mal höheres Risiko haben, selbst in eine Abhängigkeit zu geraten oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln.

Nationale Austausch- und Weiterbildungsplattform am 15.11.2018:
Kinder aus suchtbelasteten Familien – ihr Umgang mit dem Erlebten als "erwachsene Kinder"

Wir möchten dieses Jahr die Thematik der "erwachsenen Kinder" von suchtkranken Eltern zum Schwerpunkt machen. Die Plattform soll der Frage nach der Transgenerationalität von Suchterkrankungen nach gehen und die Auswirkungen sowie die Angebote für Erwachsene, welche als Kinder in suchtbelasteten Familien aufgewachsen sind, thematisieren.

Wir werden Ihnen an diesem Tag auch die Kursunterlagen vorstellen, die von einer interkantonalen Arbeitsgruppe für das aktuelle Projekt "Stärkung der Elternkompetenzen von suchtbelasteten Eltern" erarbeitet wurden, und über erste Erfahrungen der Umsetzung in einzelnen Kantonen berichten.

Programm

Anmeldung

Im Archiv:
Präsentationen der Beiträge der 6. nationalen Austausch- und Weiterbildungsplattform: "Suchtkranke Eltern unterstützen – von Kanada bis in die Schweiz: Projekte und Angebote die funktionieren" (3. November 2016) :

 

Informationen und Rat für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche können sich unter www.mamatrinkt.ch und www.papatrinkt.ch altersgerecht über die Erkrankung von Mama und Papa informieren und im Forum haben sie die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen.

Unter der Telefonnummer 147 (Telefon- und SMS-Beratung) erreichen Kinder und Jugendliche rund um die Uhr jemanden, der zuhört und kompetente Hilfe leistet. (Mail: beratung@ich-will-keinen-spam147.ch, Site www.147.ch)

www.kopfhoch.ch  www.tschau.ch  www.kidkit.de

Literaturlisten

Hier finden Sie eine Auflistung von Kinder- und Jugendbüchern, Filmen und Links zu den Themen elterliche Suchterkrankung, psychische Erkrankung und häusliche Gewalt.

Liste deutscher Literatur zum Thema Kinder aus suchtbelasteten Familien (2007 – 2015)

Angebote in den Kantonen

Aktuelle Angebote für betroffene Kinder, Jugendliche und Eltern finden Sie nach Kantonen geordnet in dieser Liste.

Es handelt sich dabei um Angebote für Einzelberatungen sowie Angebote für Gesprächsgruppen für betroffene Kinder und/oder deren Eltern. Gesprächsgruppen ermöglichen den Teilnehmenden, vom breiten Erfahrungshintergrund der Beteiligten zu profitieren, zu realisieren, dass man mit dem Problem nicht allein ist und sinnvolle Strategien im Umgang mit der eigenen Betroffenheit zu entwickeln. Im Zentrum der Gruppenangebote stehen die Informationsvermittlung, der gegenseitige Erfahrungsaustausch und die Entwicklung neuer Lösungsmöglichkeiten. In den Gruppenangeboten steht der vertrauliche Umgang mit dem Gehörten an erster Stelle.

Eine Bestandesaufnahme, die Sucht Schweiz 2011 durchgeführt hat, ergab einen Überblick über die verschiedenen Angebote in der Schweiz. (Für Angebote in der französischen Schweiz bitte oben Sprachwechsel DE/FR anklicken.)

Kontakt und Anfragen

Silvia Steiner
Tel. 021 321 29 39
ssteiner@suchtschweiz.ch 

Neu in diesem Dossier: Kursmanual "Gemeinsam stark"

Mit Hilfe dieses Manuals können Suchtfachstellen und andere Fachpersonen ein Kursangebot für suchtkranke Eltern und ihre 6- bis 12-jährigen Kinder konzipieren und anbieten. Eine PDF-Version des Manuals wird allen interessierten Fachstellen und Fachpersonen kostenlos zugestellt, die an der Durchführung solcher Kurse interessiert sind. Wir bitten Interessierte, mit uns Kontakt aufzunehmen: Sabine Dobler, Tel. 021 321 29 77, sdobler@ich-will-keinen-spamsuchtschweiz.ch.

Dieses Manual ist von einer Arbeitsgruppe bestehend aus Fachpersonen, die Erfahrung in der Arbeit mit suchtbetroffenen Familien haben, unter der Leitung von Sucht Schweiz entwickelt worden. Das Projekt wurde durch den Nationalen Alkoholpräventionsfonds und verschiedene Stiftungen finanziell unterstützt.

Aktionswoche 11.-17. Februar 2019

Im Rahmen einer internationalen Bewegung werden wir im Februar 2019 auch in der Schweiz erstmals eine nationale Aktionswoche durchführen. Alle interessierten Organisationen und Institutionen sind eingeladen, mitzuwirken und auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. Hier finden Sie das Konzept der Woche mit den Mitwirkungsmöglichkeiten sowie einen Aktionsplaner. Die Kampagnenwebsite kinder-von-suchtkranken-eltern.ch gibt zusätzliche Informationen. Das Werbeplakat im PDF-Format ist auf der Website bestellbar.

Leitfaden für Fachpersonen

Der Leitfaden soll Fachpersonen im Sozialbereich, in der medizinischen Versorgung, in Tagesstrukturen oder in Schulen die Situation dieser Kinder näher bringen und aufzeigen, wie sie unterstützt werden können. Wann und wie reagieren? Welche rechtlichen Aspekte sind relevant und wo kann man sich in schwierigen Situation fachliche Unterstützung holen?

Materialien und Unterstützung durch Sucht Schweiz:

  • Broschüre Kinder aus alkoholbelasteten Familien zum Bestellen und/oder Herunterladen
  • Broschüre "Eltern vor allem - Eltern trotz allem" zum Bestellen und/oder Herunterladen
  • Präventiv-pädagogisches Hilfsmittel in Form einer Website, welches Fachpersonen unterstützt, das Thema einer elterlichen Suchterkrankung anzusprechen: "Bobys Geschichten".
  • Eine Internetsite für betroffene Kinder und Jugendliche mit altersgerechten Informationen und einem Forum für den Austausch: www.papatrinkt.ch / www.mamatrinkt.ch  (d/f). Visitenkarten mit der Internetadresse zum Verteilen an betroffene Kinder und Jugendliche.
  • Hilfe für betroffene Eltern und Nahestehende. Mit Broschüren und am Beratungstelefon vermittelt das Beratungsteam von Sucht Schweiz, wie man trotz Suchtproblematik seine Elternrolle wahrnehmen und den Kindern eine Unterstützung sein kann.
  • Unterstützung für die Teilnahme an Ferienlagern und Aktivitäten, die es den Kindern erlauben, für eine Weile aus ihrem Alltag auszubrechen.
  • Unterstützung für die Entwicklung von Angeboten für betroffene Kinder, finanziell und fachlich.
.hausformat | Webdesign, Typo3, 3D Animation, Video, Game, Print