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Suchtbelastete Familien

Die Unterstützung von Kindern aus suchtbelasteten Familien ist angesichts der hohen Risikofaktoren ein besonders wichtiges Anliegen der Prävention.

Viele Kinder sind betroffen

Sucht Schweiz schätzt, dass hierzulande rund 100‘000 Kinder und Jugendliche in Familien leben, die von der Alkoholabhängigkeit eines Elternteils betroffen sind. Wie viele weitere Kinder Eltern haben, welche Probleme mit illegalen Substanzen haben oder exzessiv Glücksspiel spielen, lässt sich gegenwärtig nicht einschätzen.

Diese Kinder fühlen sich oft sehr verunsichert. Sie leiden unter Schuldgefühlen. Aus Scham und aus Loyalität zu den Eltern trauen sie sich nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Zudem zeigen verschiedene Studien, dass Kinder aus alkoholbelasteten Familien ein bis zu 6 Mal höheres Risiko haben, selbst in eine Abhängigkeit zu geraten oder andere psychische Erkrankungen zu entwickeln.

Veranstaltungen für Fachleute

Multiplikatoren-Fortbildung zum Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“

Eine Fortbildung für Fachleute, die sich im Bereich der Sensibilisierung anderer Fachpersonen und Berufsgruppen engagieren möchten. Die nächsten Daten sind der 7. und 8. November 2016. Programm und Anmeldung

Nationale Austausch- und Weiterbildungsplattform

"Suchtkranke Eltern unterstützen – von Kanada bis in die Schweiz: Projekte und Angebote die funktionieren"

Seit sechs Jahren wird diese Plattform durch Sucht Schweiz organisiert. Sie verfolgt das Ziel, den Austausch zwischen den Fachleuten zum Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ zu fördern, sowie Wissensvermittlung anzubieten. Die nächste Plattform findet am 3. November 2016 in Bern statt.
Kontakt: ssteiner@ich-will-keinen-spamsuchtschweiz.ch

 

Angebote in den Kantonen

Aktuelle Angebote für betroffene Kinder, Jugendliche und Eltern finden Sie nach Kantonen geordnet in dieser Liste.

Es handelt sich dabei um Angebote für Einzelberatungen sowie Angebote für Gesprächsgruppen für betroffene Kinder und/oder deren Eltern. Gesprächsgruppen ermöglichen den Teilnehmenden, vom breiten Erfahrungshintergrund der Beteiligten zu profitieren, zu realisieren, dass man mit dem Problem nicht allein ist und sinnvolle Strategien im Umgang mit der eigenen Betroffenheit zu entwickeln. Im Zentrum der Gruppenangebote stehen die Informationsvermittlung, der gegenseitige Erfahrungsaustausch und die Entwicklung neuer Lösungsmöglichkeiten. In den Gruppenangeboten steht der vertrauliche Umgang mit dem Gehörten an erster Stelle.

Eine Bestandesaufnahme, die Sucht Schweiz 2011 durchgeführt hat, ergab einen Überblick über die verschiedenen Angebote in der Schweiz. (Für Angebote in der französischen Schweiz bitte oben Sprachwechsel DE/FR anklicken.)

Kontakt und Anfragen

Silvia Steiner
Tel. 021 321 29 39
ssteiner@suchtschweiz.ch 

Neu in diesem Dossier:

Die Website www.elternundsucht.ch bietet Eltern mit einem Suchtproblem Unterstützung

Die Webseite um Bobys Geschichten und die dazugehörigen Materialien unterstützen Fachpersonen, das Thema einer elterlichen Suchterkrankung mit Kindern von 4 bis 8 Jahren zur Sprache zu bringen.

Leitfaden für Fachpersonen

Der Leitfaden soll Fachpersonen im Sozialbereich, in der medizinischen Versorgung, in Tagesstrukturen oder in Schulen die Situation dieser Kinder näher bringen und aufzeigen, wie sie unterstützt werden können. Wann und wie reagieren? Welche rechtlichen Aspekte sind relevant und wo kann man sich in schwierigen Situation fachliche Unterstützung holen?

Materialien und Unterstützung durch Sucht Schweiz:

  • Broschüre Kinder aus alkoholbelasteten Familien zum Bestellen und/oder Herunterladen
  • Broschüre "Eltern vor allem - Eltern trotz allem" zum Bestellen und/oder Herunterladen
  • Präventiv-pädagogisches Hilfsmittel in Form einer Website, welches Fachpersonen unterstützt, das Thema einer elterlichen Suchterkrankung anzusprechen: "Bobys Geschichten".
  • Das Bilderbuch “Boby”, welches Kindern hilft, ihre Situation besser zu verstehen.
  • Eine Internetsite für betroffene Kinder und Jugendliche mit altersgerechten Informationen und einem Forum für den Austausch: www.papatrinkt.ch / www.mamatrinkt.ch  (d/f). Visitenkarten mit der Internetadresse zum Verteilen an betroffene Kinder und Jugendliche.
  • Hilfe für betroffene Eltern und Nahestehende. Mit Broschüren und am Beratungstelefon vermittelt das Beratungsteam von Sucht Schweiz, wie man trotz Suchtproblematik seine Elternrolle wahrnehmen und den Kindern eine Unterstützung sein kann.
  • Unterstützung für die Teilnahme an Ferienlagern und Aktivitäten, die es den Kindern erlauben, für eine Weile aus ihrem Alltag auszubrechen.
  • Unterstützung für die Entwicklung von Angeboten für betroffene Kinder, finanziell und fachlich.

Weitere Informationen

Pressemeldung zum Thema

  • Kind zu sein in einer Familie, in der die Mutter oder der Vater alkoholabhängig ist, ist eine grosse Belastung. Und dies hinterlässt oft Spuren, die bis ins Erwachsenenalter fortdauern. Weiterlesen...

Literaturempfehlungen

Informationen und Rat für Kinder und Jugendliche

Unter der Telefonnummer 147 (Telefon- und SMS-Beratung) erreichen Kinder und Jugendliche rund um die Uhr jemanden, der zuhört und kompetente Hilfe leistet. (Mail: 147@ich-will-keinen-spamprojuventute.ch, Site www.147.ch)

www.kopfhoch.ch  www.tschau.ch  www.kidkit.de

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