Sucht Schweiz – Weltflüchtlingstag: Unterstützung für Asylsuchende bei Suchtproblemen
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Weltflüchtlingstag: Unterstützung für Asylsuchende bei Suchtproblemen

19. Juni 2019, 09:00

«Schützen Sie Ihre Gesundheit»

Der Weltflüchtlingstag vom 20. Juni erinnert an die besondere Situation der Flüchtlinge. Menschen, die Asyl beantragen, sind verletzlich in ihrer psychischen Gesundheit und hinsichtlich des Suchtmittelkonsums. Doch die Suchtprävention erreicht Asylsuchende bis heute zu wenig. Diese Lücke schliesst Sucht Schweiz dank einer Zusammenarbeit mit Fachkräften im Asylbereich.

Menschen, die in der Schweiz einen Asylantrag stellen, waren besonderen Belastungen ausgesetzt, sei es im Herkunftsland oder auf der Flucht. Ihre Zukunft ist unsicher, was Ängste und Frustrationen auslösen kann. All dies macht sie besonders verletzlich für psychische Leiden und hinsichtlich des Konsums von Alkohol, Tabak, Medikamenten oder illegalen Drogen. Flüchtlinge in der Schweiz wurden bislang kaum durch suchtpräventive Massnahmen erreicht. Sucht Schweiz begegnet diesem Manko und stellt sowohl Menschen, die in der Schweiz Asyl beantragen, als auch Fachkräften im Asylbereich in mehreren Sprachen eine praxisnahe Orientierungshilfe zur Verfügung. Das Ziel ist, Suchtprobleme zu vermeiden oder früh zu erkennen.

Zugang über die Muttersprache

Was sind riskante Konsummuster? Was ist legal und was illegal? Was bedeutet der Konsum für mein ungeborenes Kind? Was tun bei Problemen? Damit Antworten auf diese Fragen die Asylsuchenden erreichen, werden die Informationen in den Asylzentren in drei Landessprachen sowie in sieben weiteren Sprachen, darunter Englisch, Kurdisch oder Somali, angeboten. «Sich möglichst gesundheitsbewusst zu verhalten, setzt Wissen voraus. Deshalb wollen wir diese Menschen unterstützen und ihnen konkrete Informationen auch in ihrer Muttersprache geben», fasst Lucile Ducarroz, Projektleiterin bei Sucht Schweiz zusammen. Die handliche Broschüre gibt Auskunft über Alkohol, Tabak, Cannabis, Medikamente und Geldspiele.

Ein Instrument für Fachkräfte, um früh reagieren zu können

Alkoholisierte Bewohner stören die Nachtruhe. Ein Zentrumsbewohner erscheint berauscht zum Gesprächstermin. Jugendliche rauchen im Eingangsbereich. Fachkräfte im Asylbereich sind immer wieder mit solchen und ähnlichen Situationen konfrontiert. Im neuen Leitfaden von Sucht Schweiz erfahren sie mehr darüber, wie sie im Berufsalltag professionell reagieren können. Sie finden Hinweise über Abhängigkeit sowie über Risiko- und Schutzfaktoren und rechtliche Aspekte in der Schweiz.

Das Projekt wird unterstützt von: Nationaler Alkoholpräventionsfonds, dem Staatssekretariat für Migration und diversen Stiftungen.

Die Materialien von Sucht Schweiz:

Für Asylsuchende sowie die Migrationsbevölkerung hält Sucht Schweiz im Online-Shop die folgenden kostenlosen Materialien bereit:
- «Schützen Sie Ihre Gesundheit» (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Arabisch, Dari/Farsi, Kurdisch, Somali, Tamilisch, Tigrynia) und ergänzend zur Broschüre: Leitfaden für Fachkräfte im Asylbereich
«Was sollte ich über Alkohol wissen?»
(Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch, Russisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Albanisch, Tamilisch)
«Nahestehende von Menschen mit Suchtproblemen: was tun?»
(Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch, Russisch,
Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Albanisch, Tamilisch)
«Schwangerschaft und Alkohol/Tabak: gut zu wissen»
(Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch, Russisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Albanisch)
«Alkohol beim Älterwerden»
(Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch, Russisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Albanisch)
«Medikamente beim Älterwerden»
(Deutsch, Französisch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch, Russisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Albanisch)
«Spielen ohne Sucht – SOS Spielsucht»
(Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Türkisch, Thailändisch)

Auskunft:
Monique Portner-Helfer
Mediensprecherin
mportner-helfer@ich-will-keinen-spamsuchtschweiz.ch
Tel.: 021 321 29 74

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(Montag)/Dienstag/Mittwoch)

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