Sucht Schweiz – 9. September, Tag des alkoholgeschädigten Kindes: Kampagne für eine Schwangerschaft ohne Alkohol
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9. September, Tag des alkoholgeschädigten Kindes: Kampagne für eine Schwangerschaft ohne Alkohol

07. September 2021, 08:30

Der 9. September ist der Welttag des alkoholgeschädigten Kindes. Mit einer Informationsoffensive ruft Sucht Schweiz dazu auf, die Schwangerschaft ohne Alkohol aktiv zu unterstützen. Nur so können alkoholbedingte Beeinträchtigungen beim Kind sicher vermieden werden

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft stellt für das ungeborene Kind ein Gesundheitsrisiko dar. Aus wissenschaftlicher Sicht ist es nicht möglich, eine risikofreie Trinkmenge oder einen risikofreien Zeitraum in der Schwangerschaft zu bestimmen, bei dem der Alkohol sicher keine negativen Auswirkungen hätte. Fachleute raten daher, bei einer geplanten Schwangerschaft und während der Schwangerschaft keinen Alkohol zu trinken. Nur so können alkoholbedingte Beeinträchtigungen beim Kind sicher vermieden werden. 

Gemeinsam statt einsam: Schwangere beim Konsumverzicht unterstützen

«Auch die Gesellschaft muss sich verantwortlich fühlen und sich fragen, welchen Stellenwert sie dem Alkohol einräumt», erklärt Rachel Stauffer Babel, Projektleiterin bei Sucht Schweiz. Die Empfehlungen und Tipps von Sucht Schweiz tragen dem Rechnung und richten sich ebenfalls an Angehörige von Schwangeren.

Menschen im nahen Umfeld von schwangeren Frauen sollten unbedingt mithelfen. Eine Möglichkeit ist, das Zuhause alkoholfrei zu machen oder den Feierabend-Treff von der Bar in ein Café zu verlegen. Auch attraktive Alternativen wie alkoholfreie Drinks bieten Genuss.

Wenn eine Schwangerschaft noch geheim bleiben soll, helfen Notlügen, das Geheimnis zu wahren. So kann der Alkohol mit einem Vorwand abgelehnt werden – z. B. weil noch das Sporttraining oder eine Autofahrt ansteht oder weil man sich unwohl fühlt. Einfach etwas Alkoholfreies zu trinken, ohne sich erklären zu müssen – auch das müsste normal sein. 

Informationsoffensive von Sucht Schweiz

Gegenwärtig sind die Botschaften rund um das Thema Schwangerschaft und Alkohol nicht immer einheitlich, leicht zugänglich und breit bekannt. «Für Paare, die sich ein Kind wünschen, braucht es klare und verlässliche Informationen. Viele werdende Eltern sind verunsichert ob der z. T. widersprüchlichen Hinweisen, mit denen sie konfrontiert sind», erklärt Rachel Stauffer Babel. 

Die meisten Frauen verzichten während der Schwangerschaft mühelos auf Alkohol. Manchen fällt dies aber schwer. In einer solchen Situation ist es wichtig, Hilfe zu holen. «Wir ermutigen diese Frauen, über ihre Schwierigkeiten zu sprechen und sich zu trauen, Unterstützung zu suchen». 

Die aktuelle Informationsoffensive von Sucht Schweiz anlässlich des Welttages des alkoholgeschädigten Kindes vom 9. September appelliert an die Solidarität für eine Schwangerschaft ohne Alkohol und gibt praktische Verhaltenstipps für werdende Eltern. 

  • Die neue Webseite in drei Sprachen sensibilisiert für die Gesundheitsrisiken und verrät, wie werdende Eltern alkoholfrei durch die Schwangerschaft gehen können.
  • Ein handliches Faltblatt gibt Schwangeren und ihrem Umfeld Tipps, die dabei helfen, auf Alkohol zu verzichten.
  • Eine Internet-Kampagne rundet die aktuelle Informationsoffensive ab.


Eine der Hauptursachn für angeborene Behinderungen

Die Fetale Alkoholspektrumstörung ist die häufigste angeborene Behinderung. Man schätzt, dass zwischen 1 und 4% der Neugeborenen in der Schweiz davon betroffen sind. Das sind jedes Jahr mindestens 1700 Kinder, möglicherweise bis zu 4000 Kinder.

Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist für das ungeborene Kind mit einer Vielzahl von Gesundheitsrisiken verbunden. Es handelt sich dabei um ein Spektrum von Störungen nach fetaler Alkoholexposition (FASD). Die gravierendste und sichtbarste Form von FASD ist das Fetale Alkoholsyndrom (FAS). Diese Kinder haben Wachstumsstörungen, geistige Behinderungen und Gesichtsveränderungen. Etwa eines von zehn Kindern, die alkoholbedingte Schädigungen haben, ist von dieser schwersten Form betroffen.

Auch weniger stark betroffene Kinder können schwere Probleme haben. Die Kinder haben oft Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit und mit dem Lernen. Manche haben Verhaltensprobleme, die das Familienleben belasten können. Die Folgen der alkoholbedingten Schädigungen begleiten Betroffene ihr Leben lang. 

Auskunft: 

Monique Portner-Helfer
Mediensprecherin
mportner-helfer@ich-will-keinen-spamsuchtschweiz.ch
Tel.: 021 321 29 74

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Markus Meury
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Tel: 021 321 29 63
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