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Alkohol und Wassersport: ein (noch) wenig bekanntes Risiko

05. Juli 2011, 09:55

Bei den zurzeit herrschenden sommerlichen Temperaturen pilgern Tausende von Menschen an Seen und Flüsse: der Sprung ins kühle Nass verspricht Spass und Abkühlung. Sobald aber beim Baden Alkohol ins Spiel kommt, steigt das Unfallrisiko. Sucht Info Schweiz erinnert deshalb an die Baderegel der SLRG, beim Wassersport auf Alkohol zu verzichten.

Ein heisser Nachmittag am Flussufer, ein Sprung ins Wasser, ein gemütliches Picknick mit kühl prickelndem Bier, nochmals ein unbeschwerter Sprung in den Fluss, nochmals ein Bier. Zum Glück gehen solche Tage meist so zu Ende, wie jedermann sich das wünscht. Leider kann es auch anders ausgehen: Gemäss der aktuellen Statistik der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG sind in der Schweiz im letzten Jahr 43 Menschen ertrunken.

Risiken kennen und richtig einschätzen

Fliessgewässer stellen mit ihren kaum vorhersehbaren Strömungen und Wirbeln an die Schwimmerinnen und Schwimmer besondere Anforderungen, Seen gelten ebenso als gefährlich. Gemäss statistischen Auswertungen der bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung ertrinken Männer im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sowie Personen über 65 Jahren beim Schwimmen in einem See oder Fluss überdurchschnittlich häufig. Eine falsche Einschätzung der Situation, die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und eine erhöhte Risikobereitschaft spielen hierbei oft eine Rolle.
Neben anderen, gut bekannten Risikofaktoren erhöht der Konsum von Alkohol und Drogen das Risiko deutlich, beim Baden zu verunfallen. Alkohol beeinflusst körperliche Fähigkeiten und vermindert zudem die Fähigkeit zur sicheren und richtigen Beurteilung von Situationen. Die SLRG weist denn auch in ihren Baderegeln ausdrücklich darauf hin, den Alkohol vor und beim Wassersport und Baden zu meiden.

Risiken vermeiden

In freien Gewässern zu schwimmen ist für ungeübte Schwimmer nicht angeraten, eine geübte Schwimmerin zu sein ist aber kein Garant für Unfallfreiheit. Schwimmen in unbekannten Gewässern ist deshalb zu vermeiden, ebenso das Schwimmen mit vollem oder ganz leerem Magen. Weil Alkohol neben anderen negativen Wirkungen auch die Risikobereitschaft erhöht und die Konzentration beeinträchtigt, ist der Konsum von alkoholischen Getränken vor und während dem Wassersport besonders riskant. Deshalb: Beim Schwimmen und Baden auf Alkohol verzichten!

Sucht Info Schweiz in Kürze

Sucht Info Schweiz will Probleme verhüten oder vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol, anderen psychoaktiven Substanzen oder potenziell abhängigkeits-erzeugenden Verhaltensweisen hervorgehen. Sucht Info Schweiz konzipiert und realisiert Präventionsprojekte, engagiert sich in der Gesundheitspolitik und der psychosozialen Forschung. Sie ist eine private, parteipolitisch unabhängige Organisation mit gemeinnützigem Zweck. Sucht Info Schweiz ist auf nationaler Ebene tätig und pflegt Kontakte zu Institutionen im Ausland. Wir treten daher auch unter den Bezeichnungen Addiction Info Suisse, Dipendenze Info Svizzera und Addiction Info Switzerland auf.

Auskunft:
Simon Frey
Mediensprecher
sfrey@ich-will-keinen-spamsucht-info.ch
Tel.: 021 321 29 63

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