Home » Über uns » Prävention » Ansätze

Wie wird Suchtprävention gemacht?

Bei aller Vielfalt lassen sich die Präventionsansätze in zwei Hauptgruppen unterteilen:

Personenorientierte Suchtprävention, die so genannte Verhaltensprävention, versucht das Verhalten des einzelnen Menschen zu beeinflussen und dessen Handlungskompetenz zu erhöhen.

Strukturorientierte Suchtprävention, die so genannte Verhältnisprävention, versucht die allgemeinen Lebensbedingungen zu verbessern.

Welche Faktoren sind zu berücksichtigen?

Nicht nur spielen die spezifischen Risiken der jeweiligen psychoaktiven Substanzen eine Rolle, sondern auch die Persönlichkeit und das soziale Umfeld sind wichtige Aspekte, die in der Prävention von Drogenproblemen miteinbezogen werden müssen.

Psychoaktive Substanz: Spezifische Risiken

  • Information und Aufklärung (informiert zu sein, ist eine notwendige, aber keine ausreichende Bedingung für Verhaltensänderung)
  • Regeln auf struktureller Ebene

Individuum: Persönliche Bewältigungsstrategien

  • Information und Aufklärung
  • Förderung sozialer Kompetenzen
  • Funktionale Alternativen
  • Förderung von Lebenskompetenzen
  • Gesundheitsförderung

Sozialer Kontext: Verhältnisse beeinflussen das Verhalten

  • Regeln auf struktureller Ebene
  • Gesundheitsförderung (z. B. im Betrieb, in der Gemeinde)

Perspektiven und Grenzen

Prävention kann keine Wunder vollbringen und es gibt auch keine fertigen Rezepte. Dennoch kann durch gezielte Interventionen einiges erreicht werden. Wichtig ist, die Zielgruppe klar zu definieren und sich an deren Lebensbedingungen und Ressourcen zu orientieren. Dies ist nicht immer einfach, denn neben dem Alter sind auch Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit und Schicht wesentliche Faktoren, die es zu beachten gilt. Aber: Je konkreter und je näher an den Lebenswelten der Zielgruppe die Prävention ansetzt, desto grösser ist ihre Erfolgschance.

Wirkungsvolle Prävention...

  • orientiert sich an den Lebenswelten der Zielgruppe
  • setzt möglichst früh ein
  • beinhaltet interaktive Methoden
  • umfasst verschiedene Ebenen (z.B. Schule, Gemeinde, Arbeitsplatz)
  • bezieht das soziale Umfeld mit ein (z.B. Eltern, Familie)
  • berücksichtigt Verhaltensprävention und Verhältnisprävention
  • zeichnet sich durch Kontinuität aus
Seite druckenSendenRSS
 
.hausformat | Webdesign, Typo3, 3D Animation, Video, Game, Print