Glücksspiel
Glücksspiel
Was für die einen eine vergnügliche Freizeitbeschäftigung ist, wird für andere zur Abhängigkeit. Lottos, Geldspielautomaten oder Pokerpartien haben auch in der Schweiz zahlreiche Menschen im Griff, überwiegend Männer.
Für Betroffene steht das Spiel im Zentrum ihres Alltags. Nicht selten steuern Spielsüchtige sich selbst und ihre Familien in den finanziellen Ruin. Sie verlieren den Bezug zur Realität und verleugnen ihr Problem.
Projekt zur Prävention der Glücksspielsucht
Nebst einem guten Behandlungsangebot tragen auch präventive Massnahmen dazu bei, dass weniger Menschen von Spielsucht betroffen sind. Zehn Kantone der Nordwest- und Zentralschweiz (AG, BE, BL, BS, LU, OW, NW, SO, UR, ZG) haben Sucht Schweiz beauftragt, ein Konzept zur Prävention der Glücksspielsucht zu erarbeiten und umzusetzen. Das Mandat erstreckt sich über drei Jahre (Mitte 2009 bis Mitte 2012) und wird aus der Spielsuchtabgabe der SWISSLOS an die Kantone finanziert. In einem ersten Schritt hat Sucht Schweiz eine Situations- und Bedarfsanalyse durchgeführt (Der Bericht zur Situations- und Bedarfsanalyse steht nebenstehend als PDF zum Download zur Verfügung).
Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde in der zweiten Phase des Projekts gemeinsam mit einer Gruppe von Fachpersonen ein Präventionskonzept für zukünftige Massnahmen erarbeitet. Diese werden nun in den Jahren 2011/2012 in Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen umgesetzt. Unter anderem soll eine gemeinsame Webseite rund ums Thema Glücksspielsucht, eine gratis Telefonhotline für Betroffene und Angehörige sowie eine Sensibilisierungskampagne erarbeitet und durchgeführt werden. Auch ein Präventionsmodul für Jugendliche und junge Erwachsene sowie Informationen für Betroffene aus der Migrationsbevölkerung sind Teil des Massnahmenplans. Die Vernetzung und Schulung der Fachleute soll gefördert werden. Sucht Schweiz plant hierzu einen Fachkongress im Jahr 2012.
