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Sucht und Gender

Das Geschlecht in seiner biologischen und soziokulturellen Ausprägung beeinflusst den Gebrauch psychoaktiver Substanzen sowie die Ursachen einer Abhängigkeit. Mehrfachbelastungen, mangelnde Einflussmöglichkeiten, Gewalterfahrungen oder eine Abhängigkeit des Partners können bei Frauen eine Rolle spielen. Bei Männern sind häufig Faktoren wichtig wie Leistungsdruck in Beruf und Freizeit, Überforderung durch familiäre Verpflichtungen oder die Suche nach Entspannung.

Auch für den Alkohol gilt: Männer und Frauen trinken auf unterschiedliche Weise. Männer können etwas mehr Alkohol trinken als Frauen, ohne sich Schaden zuzufügen. Dennoch trinken sie häufiger risikoreich als Frauen. Einiges spricht dafür, dass gesellschaftliche Rollenerwartungen das Trinkverhalten mit prägen. So stösst der Rausch einer Frau auf grössere Ablehnung als bei einem Mann.

Um mehr über die geschlechtsspezifischen Unterschiede zu erfahren, beteiligt sich Sucht Schweiz am internationalen Forschungsprojekt GenACIS. Dieses befasst sich mit den geschlechts- und kulturbedingten Unterschieden in Trinkmustern, dem Konsumumfeld, alkoholbedingten Problemen sowie der Gewalterfahrung in der Partnerschaft und vergleicht diese zwischen mehr als 35 Ländern.

Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme

Im Rahmen des nationalen Aktionstages Alkoholprobleme wurde die Genderfrage in folgenden Jahren thematisiert:

2009 Männerwelt Alkohol

2002 Alkoholprobleme bettreffen Frauen - auch!

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