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Wie viel ist zu viel?

Alkohol, Cannabis und andere Drogen 

Ab welcher Konsummenge ein Problem entsteht, lässt sich nicht genau festlegen. Menschen reagieren unterschiedlich.  

Sicher ist: Probleme entstehen nicht erst mit einer Abhängigkeit. Zum Beispiel kann ein übermässiger Konsum von Alkohol schwere gesundheitliche Schäden verursachen, auch ohne dass bereits eine Abhängigkeit voliegt. Oder: Bei manchen Substanzen, zum Beispiel bei Heroin oder Kokain, sind unter Umständen schon bei einem einmaligen Konsum schwere Komplikationen möglich.

Was man über den Konsum von Alkohol und anderen Drogen wissen sollte:

  • Alkohol: Gesunde erwachsene Männer sollten nicht mehr als 2 (bis max. 3) Standardgetränke, gesunde erwachsene Frauen nicht mehr als 1 (bis max. 2) Standardgetränk pro Tag zu sich nehmen. An mindestens zwei Tagen pro Woche sollte man auf Alkohol verzichten. Ein solcher Konsum gilt als risikoarm. "Wer ausnahmsweise mal etwas mehr Alkohol trinkt, sollte sich auf vier (Frauen) bzw. fünf (Männer) Standardgläser beschränken". Mehr Informationen über Alkoholkonsum bietet die Webseite www.alkoholkonsum.ch. Hier wird auch erklärt, was man unter einem "Standardgetränk"versteht.
  • Cannabis und andere Drogen: Es gibt keinen Konsum ohne Risiko. Je weniger man konsumiert, desto kleiner ist das Risiko, dass Probleme entstehen.
  • In bestimmten Situationen sollte man ganz auf Alkohol oder andere Drogen verzichten: Dies gilt insbesondere für den Strassenverkehr, bei der Arbeit oder bei einer Schwangerschaft. Bei einer Erkrankung oder Medikamenteneinnahme sollte man mit einer Fachperson sprechen, ob ein Konsum möglich ist.

Mehr Informationen über psychoaktive Substanzen finden Sie in der Reihe „Im Fokus“.

Internet, Glücksspiel und andere Verhaltensbereiche

Es ist nicht möglich, eine Zeiteinheit zu nennen, ab der das Glücksspielen, Onlinesein oder ein anderes Verhalten problematisch werden. Hilfreich zum Einschätzen, ob ein Problem vorliegt, ist die Frage, welche Rolle das Verhalten im eigenen Leben spielt. Wenn zum Beispiel ein Verhalten immer wichtiger wird und andere Interessen und Verpflichtungen deswegen vernachlässigt werden, ist das problematisch. Wenn ein Verhalten helfen soll, innere Spannungen abzubauen, ebenfalls. 

Mehr Informationen über Glücksspielsucht finden Sie im entsprechenden Faltblatt der Reihe „Im Fokus“ oder auf der Webseite www.sos-spielsucht.ch

Mehr Informationen über Onlinesucht finden Sie im entsprechenden Faltblatt der Reihe „Im Fokus“.

... ich spiele seit der Grundschule PC-Spiele, besonders beliebt bei mir eben MMORPGs, viel zu viel, 10 Stunden am Tag sind da auch nicht selten. Ich werde in der Schule gemobbt und flüchte mich deswegen aus der Realität, um eine Art Ausgleich zu schaffen: In WoW fühle ich mich mächtig und stark, im realen Leben fühle ich mich schwächlich und zweifle an mir. Ich bin sehr schüchtern und traue mich nicht, auf Menschen zuzugehen... (Aus einem Internetforum)

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