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Tabakkonsum Schweiz

Laut Verkaufsstatistiken stieg der schweizerische Zigarettenkonsum pro Kopf zwischen Beginn der fünfziger Jahre und Mitte der siebziger Jahre an, seither ist die Zahl der pro Kopf konsumierten Zigaretten rückläufig. In den Jahren 2008 und 2009 waren die Werte zwar leicht höher als in den Vorjahren, die nachlassende Tendenz setzte sich aber daraufhin weiter fort.
Hierzu muss angemerkt werden, dass Verkaufszahlen nicht wirklich mit dem inländischen Konsum gleichgestellt werden sollten, sie können - über die Jahre hinweg betrachtet - allenfalls als Indikator für Konsumtendenzen dienen. Die verkaufte Menge an Zigaretten wird einerseits durch bestimmte Faktoren wie die Ausfuhr von Zigaretten im Reiseverkehr, Grenzverkäufe, Schmuggel oder auch Vorratskäufe bei angekündigten Preiserhöhungen stark beeinflusst. Andererseits muss die Einfuhr von Zigaretten aus Ländern berücksichtigt werden, deren Preise (noch) deutlich unter den schweizerischen liegen. Um dieser Tatsache zumindest in Teilen Rechnung zu tragen, wurde die Menge der eingeführten Zigaretten in die untenstehende Grafik miteinbezogen (ab 1996). Deren Zahl ist zwar vergleichsweise gering, stieg in den vergangenen Jahren jedoch kontinuierlich: 2012 machte die Anzahl der importierten Zigaretten 7% des gesamtschweizerischen Marktes aus (11 427 Millionen in der Schweiz verkaufte Zigaretten und 825 Millionen Stück Importware).
Quellen: Auskunft Eidgenössisches Finanzdepartement (EFD)  (2013). Eidgenössisches Finanzdepartement (EFD) (2008): "Wirksamkeit der Steuererhöhung auf Zigaretten im Jahr 2006. Abklärung der gesundheits- und fiskalpolitischen Auswirkungen."

Zigarettenkonsum pro Kopf in der Schweiz von 1997 bis 2012 (laut Verkaufsstatistik)
Zigarettenkonsum pro Kopf in der Schweiz von 1997 bis 2012 (laut Verkaufsstatistik)

Rauchgewohnheiten

Ein Vergleich der Daten aus der Schweizerischen Umfrage zum Tabakkonsum der verschiedenen Jahre zeigt, dass der Anteil der 14- bis 65-jährigen Raucherinnen und Raucher in der schweizerischen Wohnbevölkerung zwar von 33% im Jahr 2001 auf 27% im Jahr 2010 gesunken ist, der Wert aber seit 2008 stagniert.

Der Anteil rauchender Männer (30%) war im Jahr 2010 wie gewöhnlich höher als derjenige der Frauen (24%).
Quelle: Keller et al. (2011). Der Tabakkonsum der Schweizer Wohnbevölkerung in den Jahren 2001 bis 2010. Tabakmonitoring – Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum. Zusammenfassung des Forschungsberichts 2011.

Anteile von Rauchenden, Ex-Rauchenden und nicht Rauchenden in der Schweiz nach Geschlecht (Vergleich 2002, 2004, 2006, 2008, 2009 und 2010)
Anteile von Rauchenden, Ex-Rauchenden und nicht Rauchenden in der Schweiz nach Geschlecht (Vergleich 2002, 2004, 2006, 2008, 2009 und 2010)
Anteile von Rauchenden, Ex-Rauchenden und nicht Rauchenden in der Schweiz nach Alter (Jahr 2010)
Anteile von Rauchenden, Ex-Rauchenden und nicht Rauchenden in der Schweiz nach Alter (Jahr 2010)

Was rauchen die Schweizerinnen und Schweizer?

Der Anteil der Zigarettenraucherinnen und -raucher innerhalb der Gruppe der Rauchenden ist während der letzten 20 Jahre nahezu unverändert geblieben. Nahezu alle Raucherinnen rauchen Zigaretten (99%), nur eine kleine Minderheit bevorzugt Rauchwaren wie Zigarillos, Zigarren oder Pfeife.
Bei den rauchenden Männern sind Zigarren, Zigarillos und Pfeife beliebter als bei den Frauen: 89% rauchten Zigaretten, 11% Zigarren, 6% Zigarillos und 3% Pfeife. Mit zunehmendem Alter gehen Männer vom Zigarettenrauchen eher zum Konsum von Zigarren/ Stumpen oder Zigarillos über.

Quelle: Keller et al. (2011). Der Tabakkonsum der Schweizer Wohnbevölkerung in den Jahren 2001 bis 2010. Tabakmonitoring – Schweizerische Umfrage zum Tabakkonsum. Zusammenfassung des Forschungsberichts 2010.

Was rauchen die Schweizerinnen und Schweizer?
Was rauchen die Schweizerinnen und Schweizer?
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Weiterführende Informationen

zum Tabakkonsum in der Schweiz finden Sie ausserdem im Suchtmonitoring Schweiz des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das Forschungsprojekt, mit dessen Durchführung unter anderem Sucht Schweiz beauftragt wurde, hat zum Ziel, repräsentative Daten der Schweizer Wohnbevölkerung zum Thema Sucht und Konsum psychoaktiver Substanzen zusammenzutragen.

 

 
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