Erkrankungen
Zigarettenrauchen zählt zu den wichtigsten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es begünstigt die Entstehung von Arteriosklerose und die Schädigung der Herz-Kreislauf-Gefässe. Bei vorgeschädigten Arterien erhöht das durch das Rauchen dickflüssigere Blut das Risiko für akute Gefässverschlüsse. Durch das Rauchen werden Entzündungen der Atemwege (Bronchialkatarrh, Lungenentzündungen), insbesondere aber die chronische obstruktive Ventilationsstörung der Lunge (COLD) ausgelöst. Rauchbedingte Veränderungen der Lungenbläschen und Kapillargefässe führen zu häufig beobachteten Symptomen wie Raucherhusten und Auswurf und können in ein Lungenemphysem übergehen.
Rauchende haben ein doppelt so hohes Risiko an Krebs zu erkranken wie Nichtrauchende. Die kanzerogenen Komponenten der Gas- und der Partikelphase im Tabakrauch können dabei je nach genetischer Veranlagung die Entstehung von Krebs auslösen oder die Rolle von Tumorpromotoren spielen. Bei Lungenkrebs sind die toxischen Verbindungen im Tabakrauch die wichtigste Ursache. Wissenschaftliche Studien belegen aber auch bei Tumoren der Mundhöhle, des Kehlkopfes, des Magens, der Bauchspeicheldrüse, der Blase, der Niere und des Gebärmutterhalses den kausalen Einfluss des Rauchens auf die Krebsentstehung.
Über 40-jährige männliche Spitalpatienten leiden häufig an einer durch den Tabakkonsum bedingten Krankheit: Herzinfarkt ist der häufigste Einlieferungsgrund bei 40- bis 79-jährigen Männern. Andere rauchbedingte Erkrankungen, wie Lungenkrebs und Krebs der übrigen Atmungsorgane oder chronische Bronchitis sind in dieser Altersgruppe ebenfalls häufig vertreten.
Bei den Frauen sind diese Krankheiten seltener, und der durch das Rauchen bedingte Anteil ist niedriger. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in dieser Altersgruppe Frauen in der Vergangenheit weniger geraucht haben.


