Nachweisbarkeit illegaler Substanzen im Körper

Wie lange nach dem Konsum eine Substanz nachweisbar ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Individuelle Merkmale der Konsumierenden (Körpergewicht, körperliche Verfassung etc.)
  • Häufigkeit des Konsums und Konsumform
  • Sensibilität der Untersuchungsmethode (d.h. nicht jede Untersuchungsmethode ergibt das gleiche Resultat)

Es ist deshalb schwierig, konkrete Zahlen anzugeben. Zudem spielt es eine Rolle, ob die aktive Wirksubstanz nachgewiesen werden soll oder ihre Abbauprodukte (Metaboliten).Bei Verstössen gegen das Strassenverkehrsgesetz – also wenn geklärt werden muss, ob jemand unter Einfluss von Drogen ein Fahrzeug gelenkt hat – muss die aktive Wirksubstanz im Blut nachgewiesen werden können. Wenn hingegen grundsätzlich geklärt werden soll, ob jemand Drogen konsumiert hat, d.h. bei Verstössen gegen das Betäubungsmittelgesetz, reicht in der Regel der Nachweis von Abbauprodukten.

Die nachfolgenden Angaben sind allgemeine Richtwerte – bei starkem Konsum sind auch längere Nachweiszeiten möglich.

Nachweis im Urin

Die meisten Substanzen oder ihre Abbauprodukte sind im Urin ca. 2-3 Tage nachweisbar. THC bzw. THC-Carbonsäure (Abbauprodukt nach Cannabis-Konsum) ist in der Regel etwas länger nachweisbar. Bei chronischem Cannabis-Konsum ist der Nachweis von THC-Carbonsäure sogar bis zu mehreren Wochen lang möglich.

Nachweis im Blut

Die aktive Wirksubstanz im Blut kann in der Regel einige Stunden lang nachgewiesen werden, danach sind nur noch Abbauprodukte vorhanden.
Bei chronischem Cannabis-Konsum muss mit deutlich längeren Nachweiszeiten von aktivem THC im Blut gerechnet werden. Auch Methadon ist etwas länger nachweisbar (1 bis 2 Tage).

Nachweis im Speichel

Zur Dauer der Nachweisbarkeit im Speichel können keine klaren Aussagen gemacht werden, denn die Forschung dazu steckt noch in den Kinderschuhen, und die Zuverlässigkeit und Sensibilität der verschiedenen Speicheltests sind sehr unterschiedlich.

Nachweis in den Haaren

Die meisten konsumierten Substanzen und ihre Abbauprodukte können auch in den Haaren nachgewiesen werden. Dies ist bis zu sechs Monaten nach dem Konsum möglich – vorausgesetzt, die Haare wurden nicht geschnitten.

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