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Folgen

Die eingeatmeten Dämpfe werden über die Lungen aufgenommen und erreichen in kürzester Zeit das Gehirn und das Zentralnervensystem. Die berauschende Wirkung setzt meist schon einige Sekunden nach der Inhalation ein. Ähnlich wie bei einem Alkoholrausch erleben die Konsumierenden ein Hochgefühl und eine Benommenheit mit unterschiedlich starkem Kontrollverlust. Die schnüffelnde Person fühlt sich leicht, sorglos und weniger gehemmt. Diese Wirkungen klingen in der Regel nach einigen Minuten bis maximal nach einer halben Stunde wieder ab. Bei wiederholtem Inhalieren können Rauschzustände stundenlang aufrechterhalten werden. Dabei kann es auch zu Halluzinationen und bei höheren Dosen zu schlafähnlichen Zuständen und zum Bewusstseinsverlust kommen. Bei gleichzeitigem Konsum von Schnüffelstoffen und Alkohol können äusserst schädliche Wechselwirkungen auftreten.

Kurzfristige Risiken

  • Kopfschmerzen, Schwindel, Herzklopfen
  • Erbrechen
  • Schnupfen, Husten oder Nasenbluten
  • Hörminderung und Kribbelempfindungen an Händen und Füssen
  • Erregung, Unruhe
  • Kontroll- und Koordinationsstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Gesteigerte optische und akustische Sinneswahrnehmungen
  • Bewusstlosigkeit bei Hochdosierung
  • Erstickungsgefahr beim Inhalieren aus Plastiksäcken
  • Erfrierungsgefahr durch direktes Einatmen aus Kapseln oder Gasflaschen

Langfristige Wirkungen

Der Gebrauch von Schnüffelstoffen kann Folgeschäden haben, die je nach Dauer und Intensität des Konsums mehr oder weniger irreversibel sind.

Allgemeine chronische Symptome sin

  • Reizerscheinungen an Haut und Nase, die bis zu Schleimhautverletzungen führen können
  • Lungenschäden und Karzinome
  • Toxische Hepatitis und Fettleber
  • Nierenversagen
  • Herz-Kreislauf-Versagen, Herzrhythmusstörungen
  • Veränderungen im zentralen und peripheren Nervensystem

Besonders neurotoxisch oder organschädigend wirken langfristig folgende Substanzen:

  • Toluol kann zu Gehirnschädigungen, Gehörverlust, Gleichgewichtsstörungen und Konzentrations-schwierigkeiten führen.
  • Hexan und Benzin können Schädigungen der Nervenbahnen und Knochenmarkschädigungen auslösen.
  • Chlorierte Wasserstoffe können Lungen, Leber und Nieren schädigen.

Es häufen sich die wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass Schnüffeln im jugendlichen Alter mit psychischen Problemen wie Depressivität und Suizidgedanken einhergeht.

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Publikationen

Im Fokus - Schnüffelstoffe
Rund 3 Prozent der Schweizer Schüler und Schülerinnen haben Erfahrung mit Schnüffelstoffen. Die Substanzen, ihre Wirkungen und Risiken werden in diesem Fokus vorgestellt.

 
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