Konsum generell

In der schweizerischen Gesundheitsbefragung haben im Jahr 2007 4.4% der 15-39-Jährigen angegeben, mindestens einmal im Leben Kokain konsumiert zu haben. Dieser Anteil ist im Vergleich zum Jahr 2002 deutlich gestiegen. Die Erhebung zum Konsum illegaler Drogen im Rahmen der Gesundheitsbefragung unterschätzt wahrscheinlich den Anteil der Personen mit Konsumerfahrung, da man damit rechnen muss, dass nicht alle, die konsumiert haben, dies auch angeben. Zudem ist anzunehmen, dass stark konsumierende Personen, die stark marginalisiert sind, über eine solche Befragung nur sehr schwer erreichbar sind.

Quelle: SFA (2009). Schweizerische Gesundheitsbefragungen der entsprechenden Jahre.

Konsumerfahrungen mit illegalen Drogen

Die Frage "Haben Sie in Ihrem Leben schon einmal illegale Drogen genommen?"
haben in der Schweizerischen Gesundheitsbefragung aus dem Jahr 2007 19.7% der ab 15-Jährigen mit "Ja" beantwortet. Bei den allermeisten handelte es sich dabei ausschliesslich um Cannabis. Der Anteil der mindestens einmal im Leben Cannabis Konsumierenden hat während der letzten zehn Jahre deutlich zugenommen. Im Vergleich mit dem Jahr 1997 hatte zehn Jahre später ein deutlicher höherer Anteil an Personen schon mindestens einmal im Leben Kokain konsumiert. Doppelt so viele Männer wie Frauen (3.8% Männer und 1.7% Frauen) berichteten über eine wenigstens einmalige Konsumerfahrung.

Bei Ecstasy ist im Vergleich mit 1997 ebenfalls ein Anstieg sichtbar, sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern. Der Gebrauch aller anderen illegalen Drogen ist in den letzten zehn Jahren verhältnismässig stabil geblieben.

Quelle: SFA (2009). Schweizerische Gesundheitsbefragungen der entsprechenden Jahre.

Anteile von Personen ab 15 Jahren mit Drogenkonsumerfahrung (nach Geschlecht, Vergleich der Jahre 1997, 2002, 2007) in %
Anteile von Personen ab 15 Jahren mit Drogenkonsumerfahrung (nach Geschlecht, Vergleich der Jahre 1997, 2002, 2007) in %
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Publikationen

Weiterführende Informationen

zum Kokainkonsum in der Schweiz finden Sie ausserdem im Suchtmonitoring Schweiz des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das Forschungsprojekt, mit dessen Durchführung unter anderem Sucht Schweiz beauftragt wurde, hat zum Ziel, repräsentative Daten der Schweizer Wohnbevölkerung zum Thema Sucht und Konsum psychoaktiver Substanzen zusammenzutragen.

 
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