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Akute Folgen

Kokain wirkt körperlich und psychisch stimulierend. Typische für psychische Wirkungen sind: Antriebssteigerung, euphorische Gefühle, gesteigerte Kontaktfreudigkeit und Allmachtsphantasien. Kokain gilt auch als lust- und potenzsteigernd. Kokain dämpft das Hunger- und Durstgefühl.

Auf physischer Ebene bewirkt Kokain die Erhöhung von Blutzuckerspiegel, Körpertemperatur, Herzfrequenz und Blutdruck.

  • Die Blutgefässe werden verengt, die Hirndurchblutung kann beeinträchtigt sein.
  • Der erhöhte Blutdruck kann zu Hirnblutungen führen.
  • Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzinfarkt können auftreten
  • Ein Atemstillstand kann ausgelöst werden
  • Krämpfe, ähnlich einer Epliepsie, kommen ebenfalls vor.

Menschen mit gesucnheitlichen Problemen (Herz-Kreislauf-Krankheiten, Bluthochdruck) sind besonders gefährdet.

Hohe Dosierungen rufen verstärkt Halluzinationen hervor, wobei auch vorübergehende Psychosen möglich sind, die mit paranoiden Erlebnissen (Verfolgungswahn) und Angstzuständen einhergehen können.

Langfristige Wirkungen

Ein dauerhafter und intensiver Kokainkonsum kann zu psychischen Veränderungen führen und insbesondere Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Gewalttätigkeit und Aggressivität sowie unbegründete Ängste und Verwirrtheit hervorrufen.

Bei chronischem Hochkonsum besteht die Gefahr von Kokainpsychosen, bei denen sich Halluzinationen und Wahnzustände entwickeln.

Auch die körperlichen Folgeschäden des Kokainmissbrauchs können mittel- oder längerfristig lebensgefährlich sein. So wird der Körper mit der Zeit weniger belastbar und weniger widerstandsfähig gegen Infektionen. Es kann zu einem körperlichen Abbau, zu Gewichtsabnahme und Unterernährung kommen. Mögliche Auswirkungen auf das Gehirn sind Intelligenzminderung, Konzentrationsprobleme oder Einschränkungen von Merk- und Lernfähigkeit. Schädigungen der Augen, chronische Bronchitis, Leberschäden, Herz-Kreislauf-Schädigungen können vorkommen.

Bei längerem Schnupfen von Kokain werden die Schleimhäute angegriffen und die Nasenzwischenwand kann durchlöchert werden. Beim Rauchen von Kokain wird das Lungengewebe geschädigt, beim Essen das Darmgewebe. Insbesondere beim Gebrauch von Spritzen besteht die Gefahr der Übertragung von Infektionskrankheiten, HIV und Hepatitis.

Kokainabhängigkeit

Beim Schnupfen von Kokain treten kaum Symptome einer körperlichen Abhängigkeit auf. Hauptproblem ist das Risiko einer schweren psychischen Abhängigkeit.

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Weiterführende Informationen

zum Kokainkonsum in der Schweiz finden Sie ausserdem im Suchtmonitoring Schweiz des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das Forschungsprojekt, mit dessen Durchführung unter anderem Sucht Schweiz beauftragt wurde, hat zum Ziel, repräsentative Daten der Schweizer Wohnbevölkerung zum Thema Sucht und Konsum psychoaktiver Substanzen zusammenzutragen.

Links

www.snowcontrol.ch
Snowcontrol bietet Kokain Konsumierenden, welche ihren Konsum verringern oder beenden möchten, Unterstützung bei der Umsetzung dieses Vorhabens. Der Kurs ist anonym, dauert 6 Wochen und wird ausschliesslich via Internet durchgeführt.

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