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Stationäres Hilfsangebot

Das stationäre Hilfsangebot für Drogenabhängige wird vom Forschungsverbund FOS statistisch erfasst. Dem Verbund gehörten im Jahr 2010 50 stationäre, spezialisierte Therapieeinrichtungen an, 44 davon nahmen 2010 teil. FOS ist eine Teilstatistik des nationalen Monitoring-Netzwerks act-info.
Die Anteile an Männern und Frauen, die eine Therapie beginnen, haben sich in den letzten Jahren kaum verändert; das Verhältnis beträgt rund drei zu eins. Über die Jahre lässt sich auch eine gewisse Beständigkeit bezüglich des Alters bei Eintritt in eine stationäre Einrichtung feststellen: So betrug zum Beispiel der Anteil der 30-Jährigen und älteren Frauen und Männer, welche in den letzten Jahren eine stationäre Therapie begonnen hatten, jeweils 50% oder mehr. Das Jahr 2010 bildete mit einem Anteil von 46% dieser Altersgruppe eine Ausnahme. Der Anteil jüngerer Klientinnen und Klienten stieg dafür in allen Altersgruppen.
42% der Personen, die im Jahr 2010 eine stationäre Drogentherapie begonnen haben, taten dies in erster Linie aus eigener Initiative. Die übrigen sind unter anderem aufgrund von rechtlichen Massnahmen (19%) oder durch Zuweisung ambulanter Stellen in eine stationäre Einrichtung eingetreten (8%). In 12% der Fälle waren es hauptsächlich nahestehende Personen (Partner, Familie, Freunde), welche die Aufnahme in eine Therapie durchgesetzt hatten.
Quelle: Koordinationsstelle des FOS c/o Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (2011). act-info-FOS Tätigkeitsbericht  und Jahresstatistik 2010.

Geschlecht und Alter von Personen bei Eintritt in eine stationäre Drogentherapie (Entwicklung von 2005 bis 2010)
Geschlecht und Alter von Personen bei Eintritt in eine stationäre Drogentherapie (Entwicklung von 2005 bis 2010)

Hauptproblemsubstanzen

36% der Klienten und Klientinnen haben im Jahr 2010 bei Eintritt in eine stationäre, spezialisierte Institution ein Opiat als Hauptproblemsubstanz genannt, 26% Kokain (auch Crack und Freebase) und 11% Cocktails (Kokain und Heroin). Für 10% von ihnen war Cannabis die Hauptproblemsubstanz bei Eintritt.
Bei den Klientinnen und Klienten, für welche Cannabis das Hauptproblem darstellt, begann der regelmässige Konsum meistens im frühen Jugendalter: 83% haben mit dem regelmässigen Cannabiskonsum bereits im Alter von unter 18 Jahren begonnen, und 42% waren jünger als 15 Jahre.
Klientinnen und Klienten, welche Opiate, Kokain (und verwandte Stoffe) oder Cocktails als Hauptproblemsubstanz nannten, begannen mit dem regelmässigen Konsum hingegen eher später. So haben zum Beispiel 73% der Personen, welche ein Opiat als Hauptproblemsubstanz nannten, mit 18 Jahren oder älter mit dem regelmässigen Opiatenkonsum begonnen; 71% derjenigen mit Kokain als Hauptproblemsubstanz (auch Crack und Freebase), haben mit 18 Jahren oder älter damit begonnen, diese Substanzen regelmässig zu konsumieren.
Quelle: Koordinationsstelle des FOS c/o Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung (2011). act-info-FOS Tätigkeitsbericht und Jahresstatistik 2010.

Alter bei Beginn des regelmässigen Konsums der Hauptproblemsubstanz bei Klientinnen und Klienten in stationären spezialisierten Institutionen im Jahr 2010
Alter bei Beginn des regelmässigen Konsums der Hauptproblemsubstanz bei Klientinnen und Klienten in stationären spezialisierten Institutionen im Jahr 2010
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