Substanztrends bei jungen Klientinnen und Klienten
Bei den unter 25-jährigen Ratsuchenden, die Probleme haben mit illegalen Drogen und Medikamenten, hat sich über die letzten Jahre hinweg eine Verschiebung der Hauptproblemsubstanz abgezeichnet: Anteilsmässig begaben sich weniger dieser jungen KlientInnen aufgrund von Opiaten in eine ambulante Beratung oder stationäre Behandlung; die Problematik verlagerte sich in den Jahren von 1997 bis 2006 vielmehr auf Kokain und Cannabis. Während im Jahr 1997 73% der KlientInnen Opiate als Hauptproblemsubstanz angaben, verringerte sich dieser Wert vier Jahre später auf 47% und im Jahr 2006 auf 22%.
Gegenläufig dazu suchten anteilsmässig mehr KlientInnen Hilfe aufgrund einer
Problematik mit Cannabis: Der Wert stieg von 12% im Jahr 1997 auf 35% vier Jahre später, im Jahr 2006 war für 56% der KlientInnen Cannabis die Hauptproblemsubstanz.
Der sukzessiv steigende Anteil an KlientInnen mit Cannabisproblemen ist
hauptsächlich durch den Anstieg des Anteils an ambulanten Beratungen bedingt. Generell findet sich ein grösserer Anteil Personen mit dem Hauptproblem Cannabis in ambulanter Beratung als im stationären Bereich, bei Personen mit Opiatproblemen ist dies umgekehrt.
Bei der Hauptproblemsubstanz Kokain zeichnet sich seit dem Jahr 2002 anteilsmässig ein leichter Anstieg an jungen Ratsuchenden ab. Der Anteil unter 25-jähriger KlientInnen, welche als Hauptproblematik Medikamente nannten, hat sich über die untersuchte Zeitspanne hinweg kaum verändert. Auch der Anteil jener, die andere Substanzen wie LSD, Amphetamine etc. als Hauptproblem angaben, ist relativ stabil geblieben.
Quelle: act-info (2009). “Im Brennpunkt 1/ 2009“.


