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Folgen

Ecstasy bzw. ser Wirkstoff MDMA wirken über eine erhöhte Ausschüttung des Botenstoffes Serotonin und – in geringerem Ausmass – wohl auch der Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin im Gehirn. Dies geschieht in Gehirnbereichen, in denen Glücks- und Belohnungsgefühle – die entaktogene und empathogene Wirkung der Droge – ausgelöst werden.

Die Amphetamin-Wirkungskomponenten von Ecstasy lösen Wachheit und Leistungssteigerung aus; die halluzinatorischen Wirkungen führen zu einer veränderten Wahrnehmung von Raum und Zeit. Je nach Drogendesign und eingenommener Dosis stechen die stimulierenden, die halluzinogenen oder die introspektions- und sinnlichkeitsverstärkenden Wirkungskomponenten hervor.

Akute Wirkung

Häufige unmittelbare Nebenwirkungen des Ecstasy- Konsums sind Pupillenerweiterung, Mundtrockenheit Muskelverkrampfungen Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit sowie ein Ansteigen der Körpertemperatur.

Akut-toxische Zwischenfälle nach überdosiertem Ecstasy-Konsum und Mischkonsum (z.B. mit Alkohol) können lebensbedrohlich sein. Sie manifestieren sich durch Krampfzustände, Dehydration (Austrocknung) und Überhitzung des Körpers, Blutdruckabfall, Herz-Kreislauf-Störungen, Lungenödeme sowie Leber- und Nierenversagen.

Die Überhitzung des Körpers ist eines der bedrohlichsten Risiken. In Verbindung mit ausdauerndem Tanzen in überhitzten und schlecht belüfteten Party-Lokalitäten ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr wird das neurotoxische Risiko der Substanzen verstärkt.

Langfristige Wirkungen

Bestehende körperliche Schwächen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-, Leber und Nierenerkrankungen, Diabetes, Glaukom und Epilepsie können durch den Gebrauch von Ecstasy negativ beeinflusst werden.

Forschungsergebnisse lassen annehmen, dass Ecstasy langfristig neurotoxisch wirkt, indem es im Gehirn das System des Überträgerstoffes Serotonin schädigen. Diese Auswirkungen von Ecstasy werden vermutlich durch Umgebungsbedingungen verstärkt (überhitzte Räume, viel Bewegung, Flüssigkeitsverlust). Die Veränderungen im Gehirn können verschiedene Folgen haben, da Serotonin für viele neuronale Prozesse wichtig ist.

In mehreren Studien wurde festgestellt, dass Ecstasy leichte negative Auswirkungen auf kognitive Leistungen haben kann – insbesondere auf die Gedächtnis und Merkfähigkeit sowie auf psychomotorische Funktionen. Ein früher Konsumeinstieg erhöht das Risiko für solche Auswirkungen.

Es gibt Zusammenhänge zwischen Ecstasykonsum und psychischen Erkrankungen, unter anderem Depressionen oder Ängste. Insbesondere bei Personen mit einer entsprechenden Veranlagung scheinen diese Zusammenhänge zu bestehen. Die Frage der Kausalität ist dabei aber nicht geklärt. Psychische Probleme können einem Konsum vorausgehen, oder der Konsum kann zu psychischen Problemen führen. Auch der Gebrauch weiterer Drogen dürfte eine wichtige Rolle spielen.

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Weiterführende Informationen

zum Konsum von Ecstasy in der Schweiz finden Sie ausserdem im Suchtmonitoring Schweiz des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das Forschungsprojekt, mit dessen Durchführung unter anderem Sucht Schweiz beauftragt wurde, hat zum Ziel, repräsentative Daten der Schweizer Wohnbevölkerung zum Thema Sucht und Konsum psychoaktiver Substanzen zusammenzutragen.

 
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