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Substanztrends bei jungen Klientinnen und Klienten

Bei den unter 25-jährigen Hilfesuchenden, die Probleme mit illegalen Drogen und Medikamenten haben, zeichnete sich über die letzten Jahre hinweg eine Verschiebung der Hauptproblemsubstanz ab: Anteilsmässig begaben sich weniger dieser jungen KlientInnen aufgrund von Opiaten in eine ambulante Beratung oder stationäre Behandlung; die Problematik verlagerte sich in den Jahren von 1997 bis 2013 vielmehr auf Cannabis. Während im Jahr 1997 73% der jungen KlientInnen Opiate als Hauptproblemsubstanz angaben, verringerte sich dieser Wert seither kontinuierlich (mit Ausnahme eines Pics im Jahr 2003) um im Jahr 2013 schliesslich auf 5% zu sinken.

Gegenläufig dazu suchten anteilsmässig mehr jungen KlientInnen Hilfe hauptsächlich aufgrund einer Problematik mit Cannabis: Der Wert stieg seit 1997 mit 12% über die Jahre ständig an: im Jahr 2013 bezeichneten 82% der KlientInnen Cannabis als Hauptproblemsubstanz.

Bei der Hauptproblemsubstanz Kokain zeichnete sich anfangs der Jahre 2000 anteilsmässig ein vorübergehender Anstieg an jungen Ratsuchenden ab, dieser verringerte sich wieder, um sich dann ab dem Jahr 2009 bei unter 10% einzupendeln (für das Jahr 2013 betrug der Wert 7%).
Der Anteil unter 25-jähriger KlientInnen, welche als Hauptproblematik Schlaf- und Beruhigungsmittel nannten, hat sich über die untersuchte Zeitspanne hinweg kaum verändert: seit dem Jahr 2008 beträgt der Anteil weniger als 1%. Der Anteil jener, die andere illegale Substanzen wie LSD, Amphetamine etc. als Hauptproblem angaben, variierte ebenfalls kaum. Nicht betrachtet wurden Substitutions- oder heroingestützte Behandlungen.

Quelle: act-info (2015).

Hauptproblemsubstanzen (nur illegale Drogen und Schlaf- und Beruhigungsmittel) bei Eintritt in eine ambulante oder stationäre Suchthilfeeinrichtung bei unter 25-jährigen KlientInnen im Zeitvergleich (Jahre 1997 bis 2014)
Hauptproblemsubstanzen (nur illegale Drogen und Schlaf- und Beruhigungsmittel) bei Eintritt in eine ambulante oder stationäre Suchthilfeeinrichtung bei unter 25-jährigen KlientInnen im Zeitvergleich (Jahre 1997 bis 2014)
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