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Konsummuster

Bei den 13- bis 29-Jährigen waren im Jahr 2004 13.3% aktuell konsumierend (mindestens einmaliger Cannabiskonsum in den sechs Monaten vor der Befragung), im Jahr 2007 waren es 11.2%. Generell zeichnet sich bei aktuell Konsumierenden für die letzten Jahre ein Rückgang in der Konsumhäufigkeit ab. Das heisst, der Anteil an täglich Cannabiskonsumierenden liegt im Jahr 2007 (9.3 %) tiefer als drei Jahre zuvor (14.2 %).

Gleichzeitig haben die Anteile an halbjährlich, monatlich und auch wöchentlich Konsumierenden leicht zugenommen. Die Abnahme bei den Anteilen an täglich Cannabiskonsumierenden zwischen 2004 und 2007 betrifft in erster Linie junge Erwachsene (19- bis 29-Jährige). In dieser Alterskategorie war der Anteil an täglich Cannabiskonsumierenden im Jahr 2004 noch deutlich höher (15.6 %) als im Jahr 2007 (8.7 %). Bei Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren ist der Rückgang weniger ausgeprägt und bei 16- bis 18-Jährigen ist für die besagte Zeitspanne sogar eine leichte Zunahme an täglich Konsumierenden festzustellen. 

Quelle: Annaheim, Gmel und Arbeitsgruppe Cannabismonitoring (2008). Veränderungen im Cannabiskonsum 2004 bis 2007 – Ergebnisse des Schweizerischen Cannabismonitorings. 

Konsumhäufigkeit bei aktuell Cannabis konsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Alter (Vergleich der Jahre 2004 und 2007)
Konsumhäufigkeit bei aktuell Cannabis konsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Alter (Vergleich der Jahre 2004 und 2007)

Bevorzugte Cannabisprodukte

Gut zwei Drittel (68 %) der aktuell Cannabis konsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen nehmen vor allem Marihuana (getrocknete Pflanzenteile), 11% bevorzugen Haschisch (Harz der Blütenstände, vermischt mit Blätter- und Blütenteilen), 21% haben keine Präferenz. 

Die Anteile an Jugendlichen und jungen Erwachsenen, welche Haschisch bevorzugen, haben in der Deutschschweiz zugenommen (von 8.5% der aktuell Konsumierenden im Jahr 2004 auf 12.5% im Jahr 2007). In der französisch- und italienischsprachigen Schweiz ist hingegen der Anteil an Haschischkonsumierenden zurück gegangen und der Anteil jener, die Marihuana bevorzugen, gestiegen. Diese regionalen Unterschiede lassen sich vermutlich unter anderem durch die unterschiedlich leichte Zugänglichkeit zu den jeweiligen Produkten erklären.

Quelle: Annaheim, Gmel und Arbeitsgruppe Cannabismonitoring (2008). Veränderungen im Cannabiskonsum 2004 bis 2007 – Ergebnisse des Schweizerischen Cannabismonitorings.

Mögliche Gründe fürs Aufhören

Insgesamt 13.8 % der aktuell Cannabiskonsumierenden (d.h. jene Personen, die mindestens einmal während der letzten 6 Monate vor der Befragung Cannabis konsumiert hatten) sagten, sie könnten sich vorstellen mit ihrem Cannabiskonsum aufzuhören, wenn sie Kinder hätten beziehungsweise wenn sie schwanger wären (Frauen). Häufig wurden auch gesundheitliche Gründe genannt (13.5 %). Ebenso würde ein Partner oder eine Partnerin, der/die kein Cannabis konsumiert, einige zum Aufhören bewegen (13.3 %). Bedenken bezüglich der Gesundheit sowie Ansprüche des sozialen Umfeldes haben also für die Befragten mehr Bedeutung als finanzielle Gründe (2.1%) oder eventuelle Probleme mit dem Gesetz (1.2 %).

Quelle: Annaheim, Gmel und Arbeitsgruppe Cannabismonitoring (2008). Veränderungen im Cannabiskonsum 2004 bis 2007 – Ergebnisse des Schweizerischen Cannabismonitorings.

Unter welchen Umständen könnten Sie sich vorstellen, mit Ihrem Cannabiskonsum aufzuhören? (Jahr 2007)
Unter welchen Umständen könnten Sie sich vorstellen, mit Ihrem Cannabiskonsum aufzuhören? (Jahr 2007)
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