Veränderungen auf dem Cannabismarkt
Zwischen den Jahren 2004 und 2007 gab es in der Schweiz eine klare Veränderung bezüglich der Beschaffung von Cannabis zu beobachten: Vom Kauf in Hanfläden und vom Selbstanbau ging die Tendenz hin zum Bezug über Freunde oder über die Gasse.
Im Jahr 2004 hatten 21.9 % der befragten aktuell Cannabis konsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen (d.h. welche mindestens einmal in den 6 Monaten vor der Befragung Cannabis konsumiert hatten) angegeben, sie würden Cannabis im Hanfladen kaufen; drei Jahre später waren es nur noch 5.8%.
Das Schliessen der Hanfläden lässt sich als Folge einer restriktiveren Schweizer Cannabispolitik erklären, die bereits Ende der neunziger Jahre einsetzte und nach dem Scheitern der Revision des Betäubungsmittelgesetzes im Jahr 2004 noch deutlicher zu Tage trat. Seit der Schliessung der Hanfläden wird Cannabis häufiger auf der Gasse oder bei einem Dealer gekauft: Im Jahr 2004 hatten 5.7% der aktuell Cannabiskonsumierenden gesagt, sie würden auf der Gasse beziehungsweise bei einem Dealer kaufen, während es im Jahr 2007 13.0 % waren.
Quelle: Annaheim, Gmel und Arbeitsgruppe Cannabismonitoring (2008). Veränderungen im Cannabiskonsum 2004 bis 2007 – Ergebnisse des Schweizerischen Cannabismonitorings.


