Folgen des Cannabiskonsums
Die gesundheitlichen Risiken des Cannabiskonsums werden durch mehrere Faktoren beeinflusst: Häufigkeit und Gebrauchsdauer, Dosierung, Drogenqualität, Konsumsituation, Gesundheitszustand und psychische Veranlagung der konsumierenden Person. Das Rauchen von Cannabis kann eine beeinträchtigte Lungenfunktion zur Folge haben und das Risiko für Atemwegserkrankungen (chronischer Husten, Entzündungen, Krebs) erhöhen. Es sind leichte Beeinträchtigungen kognitiver Fähigkeiten wie Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsleistungen bei Langzeitkonsumierenden nachgewiesen worden. Diese Beeinträchtigungen verschwinden wahrscheinlich, wenn der Konsum eingestellt wird. Zwischen Cannabisgebrauch und Psychosen sowie Depressionen besteht ein Zusammenhang, vor allem bei häufigem Konsum sowie beim frühen Konsumeinstieg. Cannabis kann bei häufigem Konsum psychisch und körperlich abhängig machen.
Subjektive Einschätzung der Wirkung
Aktuell cannabiskonsumierende Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13 bis 29 Jahren (d.h. diejenigen, welche mindestens einmal in den sechs Monaten vor der Befragung Cannabis konsumiert hatten) nehmen einen höheren individuellen Belohnungseffekt durch den Cannabiskonsum wahr als Personen ohne Konsumerfahrung oder ehemalige Konsumierende: Auf die Frage nach den positiven Auswirkungen nannten sie bei der Befragung im Jahr 2007 häufig "Entspannung", das "gute Gefühl" bzw. den "Spass". Personen ohne Konsumerfahrung und ehemalige Konsumierende hingegen erwähnten häufig, dass Cannabis Krebs- und Aidskranken sowie bei anderen Krankheiten hilft.
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen sowie Passivität und Teilnahmslosigkeit waren generell die am häufigsten genannten negativen Auswirkungen des Cannabiskonsums. Vor allem Passivität und Teilnahmslosigkeit wurden von aktuell und ehemals Konsumierenden deutlich häufiger genannt als von Personen ohne Konsumerfahrung. Das Abhängigkeitsrisiko hingegen schätzten aktuell und ehemals Cannabis konsumierende Jugendliche und junge Erwachsene etwas geringer ein als diejenigen, die noch nie gekifft hatten.
Quelle: SFA (2008). Ergebnisse des Schweizerischen Cannabismonitorings 2007.



