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Verkehrsunfälle

Im Jahr 2015 ist die Anzahl der tödlich Verunfallten gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent gestiegen. Die Anzahl der Getöteten stieg von 243 im Jahr 2014 auf 253 Opfer im Jahr 2015. Die Anzahl der Todesopfer bei Unfällen unter mutmasslicher Einwirkung von Alkohol hat sich von 29 auf 38 Personen erhöht, der anteilsmässige Wert ist von 12% auf 15% gestiegen.
Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle war im Jahr 2015 leicht rückläufig, auch die Ursache "Einwirkung von Alkohol" war etwas niedriger als in den vorhergehenden Jahren, der prozentuale Anteil bleibt gleich auf 9%. Die Ursache "Einfluss von Alkohol" trifft gemäss der Beurteilung durch die Ordnungskräfte oder nach einem Alkoholtest mit positivem Befund zu.
Laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) ist die positive Entwicklung im Schweizer Strassenverkehr ein Zeichen, dass die Massnahmen des im Jahr 2012 gestarteten Programms "Via sicura", welche zum Beispiel ein komplettes Alkoholverbot für Neulenkende und Berufschauffeure beinhalten, Wirkung zeigen.

Quellen: Bundesamt für Strassen (ASTRA) (2016) Webseite und Auskunft des Statistischen Dienstes und Medienmitteilung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu).

Verkehrsunfälle unter mutmasslichem Einfluss von Alkohol (1966 bis 2015)
Verkehrsunfälle unter mutmasslichem Einfluss von Alkohol (1966 bis 2015)

Rechtliche Massnahmen

In der Schweiz ist Via sicura, das Verkehrssicherheitsprogramm des Bundes, Anfang 2013 mit ersten Massnahmen gegen Raser (Verbot von Radarwarnungen, Einziehung von Fahrzeugen) gestartet. Seit Januar 2014 gilt auch das faktische Alkoholverbot für Neulenkende. Wer den Führerausweis neu erlangt, darf für die Dauer der dreijährigen Probezeit nur nüchtern fahren. Auch für Fahrerinnen und Fahrer von Lastwagen und Bussen ist das Fahren unter Alkoholeinfluss verboten (≥ 0,10 Promille).
Die weiteren Massnahmen in Zusammenhang mit Alkohol sind:

  • seit Januar 2014: Abklärung der Fahreignung: Wer mit 1,6 oder mehr Promille unterwegs ist, wird obligatorisch einer Fahreignungsuntersuchung durch Verkehrspsychologen unterzogen.
  • seit Januar 2015: Bei Schäden, die in angetrunkenem oder fahrunfähigem Zustand oder durch ein Raserdelikt verursacht wurden, müssen die Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherungen Rückgriff auf die Person nehmen, die den Unfall verursacht hat.
  • ab Herbst 2016: die beweissichere Atem-Alkoholkontrolle wird neu auch bei Werten von 0.8 Promille oder mehr gerichtlich anerkannt. Sie ersetzt in der Regel die Blutprobe.

Ab dem Jahr 2017 ist das Inkrafttreten einer Alkohol-Wegfahrsperre geplant, welche den Alkoholgehalt in der Atemluft misst: Personen, denen der Führerausweis wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand entzogen wurde, erhalten ihn (nach einer Therapie und aufgrund günstiger Prognose) mit der Auflage zurück, während fünf Jahren nur Autos zu lenken, die mit einer Atemalkohol-Wegfahrsperre versehen sind.

Quelle: Bundesamt für Strassen ASTRA (2016). Via Sicura Faktenblatt. Website und Auskunft des Dienstes.

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