Wein
82% des in der Schweiz produzierten Weins stammt aus der französischsprachigen Schweiz, in welcher zu etwa gleichen Teilen Weiss- und Rotwein angebaut wird, während in der deutsch- und italienischsprachigen Schweiz mehrheitlich rote Rebsorten gepflanzt werden.
Das Verhältnis der Anbaufläche für weisse Rebsorten zu jener für rote Rebsorten beträgt aktuell 42% zu 58%. Schweizweit überwog 2010 erneut leicht die Rotwein- im Vergleich zur Weissweinproduktion: 52% der Gesamtweinproduktion basierte auf roten Rebsorten.
Im Jahr 2010 wurde wieder mehr inländischer Rotwein konsumiert als im Vorjahr (+4.2%), der Konsum einheimischer Weissweine stieg ebenfalls leicht an (+2.0%), jedoch weniger als der Konsum ausländischer Weissweine: im Vergleich zum Vorjahr erfuhr dieser eine Zunahme von 7.8%. Ausländischer Rotwein war hingegen etwas weniger populär im Jahr 2010: der Konsum ging um 0.8% zurück. Nichtsdestotrotz machte der Anteil von ausländischen Weinen 2010 insgesamt 62% des schweizerischen Gesamt-Weinkonsums aus.
Der Weinimport ist über Kontingente geregelt, wobei ausserhalb des Kontingentes ein höherer Steuersatz erhoben wird. Das Kontingent für das Jahr 2010 betrug rund 1.68 Millionen Hektoliter; ausser Kontingent waren es 68 981 Hektoliter. Die Gesamtmenge importierten Weins erhöhte sich 2010 um 1.7% auf 1.94 Millionen Hektoliter im Vergleich zu 2009.
Italien und Frankreich halten wertemässig mit 34% einen gleich grossen Marktanteil, gefolgt von Spanien mit 14%, Deutschland (4%) und den USA (3%). Letztere beiden haben ihre Importe, ebenso wie auch Frankreich, im Jahr 2010 stark gesteigert, während die Importmengen aus Italien, Südafrika und Australien zurückgingen.
Quelle: Bundesamt für Landwirtschaft (2011). Das Weinjahr 2010. Webseite.




