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Risikokonsum

Man unterscheidet zwischen risikoarmen, problematischen und abhängigen Konsumformen. Alkoholtrinken gilt dann als risikoarm, wenn massvoll und an die jeweilige Situation angepasst getrunken wird. Faktoren wie Alter, Geschlecht, Alkoholmenge und das Umfeld, in dem getrunken wird, spielen dabei wichtige Rollen.

Die Grenze zwischen einem vertretbaren und einem risikoreichen Alkoholkonsum festlegen zu wollen, ist ein schwieriges Unterfangen. Gemäss den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erhöht ein durchschnittlicher Tageskonsum von mehr als 20 Gramm reinen Alkohols für eine Frau und von mehr als 40 Gramm für einen Mann deutlich die Risiken für die Gesundheit.

Beim problematischen Alkoholkonsum wird zwischen folgenden Konsummustern unterschieden:

  • Chronischer Risikokonsum: Die Grenzwerte liegen bei 20 g reinen Alkohols pro Tag für Frauen bzw. 40 g pro Tag für Männer (zwei bzw. vier Standardgläsern).
  • Rauschtrinken oder episodischer Risikokonsum: Von «Rauschtrinken» spricht man in der internationalen Alkoholforschung, wenn Männer fünf Standardgläser Alkoholisches oder mehr und Frauen vier Gläser oder mehr zu einer Gelegenheit trinken.
  • Situationsunangepasster Alkoholkonsum: Ein solches Konsummuster liegt dann vor, wenn Alkoholgebrauch in bestimmten Situationen unangebracht bzw. mit Risiken verbunden ist (am Arbeitsplatz, im Strassenverkehr, während der Schwangerschaft, bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten etc.).

Der Übergang von einem problematischen zu einem abhängigen Alkoholkonsum ist fliessend. Eine Alkoholabhängigkeit wird nicht über die Menge des konsumierten Alkohols definiert, sondern ist eine Krankheit, die anhand bestimmter, international festgelegter Kriterien diagnostiziert wird.

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Weiterführende Informationen

zum Alkoholkonsum in der Schweiz finden Sie ausserdem im Suchtmonitoring Schweiz des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das Forschungsprojekt, mit dessen Durchführung unter anderem Sucht Schweiz beauftragt wurde, hat zum Ziel, repräsentative Daten der Schweizer Wohnbevölkerung zum Thema Sucht und Konsum psychoaktiver Substanzen zusammenzutragen.

 
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