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Rauschtrinken

Bereits in früheren HBSC-Studien wurden die Jugendlichen danach befragt, ob und wie oft sie in ihrem Leben schon einmal betrunken waren. Der Anteil der 15-jährigen Jugendlichen, die angaben, mindestens zweimal im Leben betrunken gewesen zu sein, war über die Untersuchungsjahre bis 2002 angestiegen. Nach dem Hoch von 2002 lagen in den Jahren 2006 und 2010 die Anteile bei 19%/21% bei den 15-jährigen Schülerinnen und bei 28% für die 15-jährigen Schüler. Im Jahr 2014 haben sich diese Werte nahezu halbiert.

Ein problematischer Alkoholkonsum bei Jugendlichen zeigt sich vor allem in episodisch risikoreichem Trinken, auch "Bingetrinken" genannt. Die damit verbundenen unmittelbaren Auswirkungen auf die Gesundheit der Jugendlichen im Sinne von Unfällen, Gewalt und Delinquenzsituationen können dramatisch ausfallen.

Ein Grossteil der 14- und 15-jährigen Mädchen und Jungen gab im Jahr 2014 an, noch nie gebinged zu haben, der Anteil der 15-jährigen Jungen, die im Monat vor der Befragung mindestens einmal pro Gelegenheit fünf alkoholische Getränke oder mehr konsumiert hatten, lag bei 27.3%%, bei den gleichaltrigen Mädchen bei 22.8%, die grosse Mehrheit davon tat dies nicht öfter als zweimal.

Quelle: Marmet, S., Archimi, A., Windlin, B., Delgrande Jordan, M. (2015). Substanzkonsum bei Schülerinnen und Schülern in der Schweiz im Jahr 2014 und Trend seit 1986 (Forschungsbericht Nr. 75). Lausanne: Sucht Schweiz.

Anteil 11-, 13- und 15-jähriger Schülerinnen und Schüler, die mindestens zweimal im bisherigen Leben richtig betrunken waren, im Zeitvergleich von 1986 bis 2014
Anteil 11-, 13- und 15-jähriger Schülerinnen und Schüler, die mindestens zweimal im bisherigen Leben richtig betrunken waren, im Zeitvergleich von 1986 bis 2014
Konsum von Schülerinnen und Schülern von 5 oder mehr Gläsern Alkohol bei einer Gelegenheit in den 30 Tagen vor der Befragung, nach Alter (Jahr 2014)
Konsum von Schülerinnen und Schülern von 5 oder mehr Gläsern Alkohol bei einer Gelegenheit in den 30 Tagen vor der Befragung, nach Alter (Jahr 2014)
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Weiterführende Informationen

zum Alkoholkonsum in der Schweiz finden Sie ausserdem im Suchtmonitoring Schweiz des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Das Forschungsprojekt, mit dessen Durchführung unter anderem Sucht Schweiz beauftragt wurde, hat zum Ziel, repräsentative Daten der Schweizer Wohnbevölkerung zum Thema Sucht und Konsum psychoaktiver Substanzen zusammenzutragen.

Bibliothekskatalog

Weiterführende Literatur finden Sie im Bibliothekskatalog SAPHIR

 
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