Soziale Kosten
Der schweizerischen Volkswirtschaft erwachsen jährlich Kosten in Milliardenhöhe durch übermässigen Alkoholkonsum. In die Kostenberechnung fliessen nicht nur die Aufwendungen für die Behebung von Schäden (Sach-, aber auch Personenschäden) ein, sondern auch der Wert der ausgefallenen Produktionskraft durch Krankheit, Invalidität oder frühen Tod (Indirekte Kosten).
Diese Kosten werden nicht nur von den Alkoholkonsumierenden selbst getragen, sondern auch von Drittpersonen und der Allgemeinheit (Staat, Versicherungen). Die Gesamtkosten bedingt durch übermässigen Alkoholkonsum setzen sich zusammen aus:
- Direkte Kosten (0.8 Milliarden): Arzt-, Arzneimittel-, Spitalkosten, Aufwendungen für Prävention, Forschung, Sachschäden, legale Folgekosten
- Indirekte Kosten (1.5 Milliarden): Produktionsausfälle infolge Krankheit und Tod: Bei vorzeitigem Tod wird der Produktionswert für alle Jahre aufgerechnet, welche die betreffende Person noch hätte arbeiten können
- Immaterielle Kosten (4.4 Milliarden): Physisches und psychisches Leid der Kranken und ihrer Angehörigen
Die alkoholbedingten sozialen Kosten betragen insgesamt rund 6.7 Milliarden Franken.
Quelle: Jeanrenaud, Claude et al. (2005). Le coût social de la consommation de drogues illégales en Suisse. Schlussbericht.


