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Behandlung

Ambulantes Hilfsangebot

Das Alter von Personen, welche von einer ambulanten Beratungsstelle betreut werden und deren Hauptproblem Alkohol ist, liegt im Allgemeinen zwischen 30 und 60 Jahren. Verglichen mit den Frauen sind die Männer eher jünger, wenn sie eine ambulante Beratungsstelle aufsuchen.

Rund die Hälfte (51.0%) der von ambulanten Beratungsstellen im Jahr 2014 betreuten Klientinnen und Klienten mit dem Hauptproblem Alkohol verdienten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich oder ausschliesslich durch eine Erwerbstätigkeit. 17.5% der ratsuchenden Personen lebten hauptsächlich oder ausschliesslich von einer Rente (AHV/IV, etc.). Andere beziehen vor allem Sozialhilfe (14.7%) oder Arbeitslosenunterstützung (5.5%). Ein kleiner Anteil der Klientinnen und Klienten werden finanziell hauptsächlich oder ausschliesslich durch Angehörige unterstützt.
Klientinnen und Klienten mit dem Hauptproblem Opioide verdienen ganz oder teilweise ihren Lebensunterhalt weit weniger oft durch eine Erwerbstätigkeit (26.8%) als KlientInnen mit dem Hauptproblem Alkohol. Bei diesen Ratsuchenden ist noch häufiger die Sozialhilfe eine  hauptsächliche oder ausschliessliche Einnahmequelle (37.5%).
1.5% der betreuten KlientInnen mit dem Hauptproblem Opioide geben an, sich ihren Lebensunterhalt durch Dealen, andere illegale Aktivitäten oder Prostitution zu finanzieren.

Quelle : Astudillo, M., Notari, L., Maffli, E.(2016). Ambulante Suchthilfe. Ergebnisse der KlientInnenbefragung 2014. Lausanne: Sucht Schweiz

Alter und Geschlecht von Personen mit dem Hauptproblem Alkohol bei Beginn einer ambulanten Beratung bzw. Behandlung, im Jahr 2014
Alter und Geschlecht von Personen mit dem Hauptproblem Alkohol bei Beginn einer ambulanten Beratung bzw. Behandlung, im Jahr 2014
Hauptsächlicher Lebensunterhalt (Auswahl) von Personen mit dem Hauptproblem Alkohol oder Opioide, welche im Jahr 2014 von ambulanten Beratungsstellen betreut wurden (nach Geschlecht)
Hauptsächlicher Lebensunterhalt (Auswahl) von Personen mit dem Hauptproblem Alkohol oder Opioide, welche im Jahr 2014 von ambulanten Beratungsstellen betreut wurden (nach Geschlecht)
Gründe des Beratungs-/ Behandlungsendes bei KlientInnen in ambulanten Beratungsstellen nach Hauptproblemsubstanz (für 2014)
Gründe des Beratungs-/ Behandlungsendes bei KlientInnen in ambulanten Beratungsstellen nach Hauptproblemsubstanz (für 2014)

Die Motivationsarbeit in der Betreuung und Behandlung von Ratsuchenden mit Alkoholproblemen ist schwierig

Während im Jahr 2014 56.5% der Ratsuchenden mit dem Hauptproblem Alkohol eine ambulante Behandlung regulär abgeschlossen hatten (einschliesslich der Fälle mit anschliessendem Übertritt, z.B. in eine stationäre Therapie, in eine andere Institution oder zur weiteren ambulanten Behandlung), brach die andere Hälfte der Klientinnen und Klienten die Beratung bzw. Behandlung ab (Einweisung ins Spital, expliziter Abbruch von Seiten der Institution oder der KlientInnen usw.), vielfach ging der Kontakt zu ihnen verloren (26.2%).
Im Falle der Ratsuchenden mit dem Hauptproblem Cannabis wurden im Jahr 2014 70.2% aller Beratungen bzw. Behandlungen regulär abgeschlossen. Ratsuchende, deren Hauptproblem Opioide oder Kokain (und seine verwandten Stoffe) waren, wiesen für das Jahr 2014 die Halteraten von 48.2%, respektive 51.2% auf (einschliesslich der Fälle mit anschliessendem Übertritt, z.B. in eine stationäre Therapie, in eine andere Institution oder zur weiteren ambulanten Behandlung).  

Quelle : Astudillo, M., Notari, L., Maffli, E.(2016). Ambulante Suchthilfe. Ergebnisse der KlientInnenbefragung 2014. Lausanne: Sucht Schweiz

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