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Behandlung in spezialisierten stationären Institutionen

In den stationären, spezialisierten Therapieeinrichtungen (Rehabilitationszentren und Spezialkliniken) werden jedes Jahr mehr als 1 000 Personen mit dem Hauptproblem Alkohol behandelt, ungefähr zwei Drittel davon sind Männer, ein Drittel Frauen.

Behandlung in Schweizer Krankenhäusern

Die Anzahl Behandlungsfälle, die ausschliesslich auf exzessiven und/oder chronischen Alkoholkonsum zurückzuführen sind, beliefen sich gemäss der medizinischen Statistik der Krankenhäuser im Jahr 2009 auf 14175. In der Regel führen alkoholbedingte Krankheiten zu einer höheren Verweildauer im Krankenhaus als der Durchschnitt anderer Krankheiten.
Die Summe der Aufenthaltsdauer belief sich für das Jahr 2009 auf 299 698 Bettentage.
Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) (2011). Auskunft des statistischen Dienstes über die Medizinische Statistik der Krankenhäuser 2009.

Alter der Klientinnen und Klienten mit dem Hauptproblem Alkohol bei Aufnahme in eine spezialisierte stationäre Institution, nach Geschlecht (2007 - 2010)
Alter der Klientinnen und Klienten mit dem Hauptproblem Alkohol bei Aufnahme in eine spezialisierte stationäre Institution, nach Geschlecht (2007 - 2010)

Ambulante Behandlung

Das Alter von Personen, welche von einer ambulanten Beratungsstelle betreut werden und deren Hauptproblem Alkohol ist, liegt im Allgemeinen zwischen 30 und 60 Jahren. Verglichen mit den Frauen sind die Männer eher jünger, wenn sie eine ambulante Beratungsstelle aufsuchen. 

Die Hälfte (50%) der von ambulanten Beratungsstellen betreuten Klientinnen und Klienten mit dem Hauptproblem Alkohol verdient ihren Lebensunterhalt hauptsächlich oder ausschliesslich durch eine Erwerbstätigkeit. 16% der ratsuchenden Personen leben hauptsächlich oder ausschliesslich von einer Rente (AHV/IV, etc.). Andere beziehen vor allem Sozialhilfe (14%) oder Arbeitslosenunterstützung (9%). Ein kleiner Anteil der KlientInnen, werden finanziell hauptsächlich oder ausschliesslich durch Angehörige unterstützt. 
Klientinnen und Klienten mit dem Hauptproblem Opiate verdienen ganz oder teilweise ihren Lebensunterhalt weit weniger oft durch eine Erwerbstätigkeit (29%) als KlientInnen mit dem Hauptproblem Alkohol. Bei diesen Ratsuchenden ist noch häufiger die Sozialhilfe eine  hauptsächliche oder ausschliessliche Einnahmequelle (36%).
1% der betreuten KlientInnen mit dem Hauptproblem Opiate geben an, sich ihren Lebensunterhalt durch Dealen oder „Mischeln“ zu finanzieren.
Die Motivationsarbeit in der Betreuung und Behandlung von Ratsuchenden mit Alkoholproblemen ist schwierig: Während im Jahr 2010 54% der Ratsuchenden mit dem Hauptproblem Alkohol eine ambulante Behandlung regulär abgeschlossen hatten, brachen etwas weniger als die Hälfte der Klientinnen und Klienten die Beratung bzw. Behandlung ab (Einweisung ins Spital, expliziter Abbruch von Seiten der Institution oder der KlientInnen usw.), oder der Kontakt zu ihnen ging verloren.
Im Falle der Ratsuchenden mit dem Hauptproblem Cannabis wurden im Jahr 2010 68% aller Beratungen bzw. Behandlungen regulär abgeschlossen. Ratsuchende, deren Hauptproblem Opiate oder Kokain (und seine verwandten Stoffe) waren, wiesen für das Jahr 2010 die geringste Halterate auf (37%, respektive 43%). 
Quelle : Notari, L., Maffli, E., Astudillo, M. (2011). Ambulante Suchthilfe. Ergebnisse der KlientInnenbefragung 2009. Statistischer Tabellenband. Lausanne : Sucht Info Schweiz

Alter und Geschlecht von Personen mit dem Hauptproblem Alkohol bei Beginn einer ambulanten Beratung bzw. Behandlung, im Jahr 2010
Alter und Geschlecht von Personen mit dem Hauptproblem Alkohol bei Beginn einer ambulanten Beratung bzw. Behandlung, im Jahr 2010
Hauptsächlicher Lebensunterhalt (Auswahl) von Personen mit dem Hauptproblem Alkohol oder Opiate, welche im Jahr 2009 von ambulanten Beratungsstellen betreut wurden (nach Geschlecht)
Hauptsächlicher Lebensunterhalt (Auswahl) von Personen mit dem Hauptproblem Alkohol oder Opiate, welche im Jahr 2009 von ambulanten Beratungsstellen betreut wurden (nach Geschlecht)
Gründe des Beratungs-/ Behandlungsendes bei KlientInnen in ambulanten Beratungsstellen nach Hauptproblemsubstanz (für 2010)
Gründe des Beratungs-/ Behandlungsendes bei KlientInnen in ambulanten Beratungsstellen nach Hauptproblemsubstanz (für 2010)
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Bibliothekskatalog

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