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Seit über 20 Jahren begleitet Sucht Schweiz Unternehmen und Betriebe in der Einführung von einer Präventionspolitik bezüglich Alkohol am Arbeitsplatz. Erfreulicherweise konnte in den letzten Jahren auf diese Weise das Tabu gebrochen werden und eine grössere Bereitschaft festgestellt werden, den Alkoholkonsum am Arbeitsplatz zu thematisieren.

Auf nationaler Ebene haben grosse Unternehmen wie die Swissair, die Migros und die Post, um nur einige zu nennen, Sucht Schweiz als Partner gewählt, um eine Strategie im Umgang mit Alkohol- und Substanzproblemen zu entwickeln. 

Grosse Verwaltungen wie der Kanton Genf, die Stadt Lausanne, das Universitätsspital Zürich sowie das Universitätsspital in Lausanne (CHUV) haben ebenfalls mit Unterstützung von Sucht Schweiz eine interne Politik zum Alkoholkonsum am Arbeitsplatz entwickelt und eingeführt.

Gründe für die Einführung einer Alkoholpolitik am Arbeitsplatz

Verminderung der indirekten Kosten

Die Probleme, die Alkohol- oder Drogenkonsum am Arbeitsplatz mit sich bringen, erzeugen beträchtliche wirtschaftliche Kosten für die Unternehmen. Absentismus, häufiges Kranksein, Leistungseinbussen und geringere Verlässlichkeit wirken sich negativ auf die Funktionsweise der Unternehmen aus. Die Einführung eines betrieblichen Präventionsprogrammes führt längerfristig zu einer Erhöhung der Rentabilität des Unternehmens und wirkt sich positiv auf das soziale Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. 

Erhöhung der Arbeitssicherheit

Gemäss WHO spielt Alkohol bei 20% der Arbeitsunfälle eine Rolle. Welchen Einfluss der Konsum von illegalen Drogen und Medikamenten hat, ist bislang unbekannt. Jede Person, die psychotrope Substanzen konsumiert, stellt eine Gefahr für die Arbeitssicherheit im Unternehmen dar. Die Einführung eines Präventionsprogramm erhöht die Arbeitssicherheit, in dem sie die Risiken, die zu Unfällen führen, vermindert. 

Suchtprävention fördert ein positives Arbeitsklima

In vielen Unternehmen, die eine von allen getragene Präventionspolitik in den Problembereichen Alkohol, Tabak und illegale Drogen eingeführt haben, konnte ein positiver Einfluss auf die Kommunikation im Betrieb und mithin auf das soziale Wohlbefinden festgestellt werden. Dieses wiederum wirkt sich günstig auf Stressbewältigung und Leistungsmotivation aus.

Suchtprävention ist ein Teil der sozialen Verantwortung des Unternehmens

Die Gesundheit der Betriebsangehörigen kann selbst in einer schwierigen konjunkturellen Lage eine fortschrittliche Unternehmensführung nicht gleichgültig lassen, und zwar nicht nur aus Gründen der Produktivität, sondern auch im Hinblick auf die soziale Verantwortung eines Arbeitgebers. Erfolgreich behandelte und wieder integrierte Mitarbeitende bedeuten für das Unternehmen nicht nur den Erhalt von wertvollem Wissen und Können; eine gelungene Therapie ist auch ein Beitrag an das Wohlbefinden eines Menschen, seiner Familie und seines Freundeskreises. 

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