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Public Spaces: Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, auffällige Verhaltensweisen und Reaktionen der Passanten

Projektbeschreibung

In vielen europäischen Ländern bringt der Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen verschiedene Verhaltensweisen mit sich, welche die öffentliche Ordnung beeinträchtigen. Gewalttätige Handlungen unter dem Einfluss von Alkohol verstärken ein kollektives Gefühl der Unsicherheit. Es ist deshalb weitgehend unbestritten, dass Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit in westlichen Gesellschaften Probleme bereitet, auch wenn sich die öffentliche Wahrnehmung davon und die Interventionsstrategien in den verschiedenen Ländern unterscheiden. Leider wurden bisher nur wenig Forschungsarbeiten zu den Reaktionen des Publikums gegenüber den Personen, die regelmässig in der Öffentlichkeit Alkohol trinken, oder zur Sichtweise der Betroffenen selber durchgeführt.

Diese Studie, die gemeinsam von der SFA und dem ISGF (Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung) durchgeführt wird, kombiniert einen ethnografischen mit einen sozio-epidemiologischen Ansatz, um die Situation in fünf Schweizer Städten zu untersuchen: Lausanne und Yverdon für die französischsprachige Schweiz, Bern, Zürich und Chur für die Deutschschweiz. Sie umfasst eine qualitative Untersuchung bei der Gruppe der Konsumierenden, welche den öffentlichen Raum als Treffpunkt nutzen, und eine quantitative Befragung unter den Passanten, die in der Nähe dieser Treffpunkte vorbeigehen.

Die Studie zieht die Konsumierenden (oft unter dem Begriff „Marginalisierte“ zusammengefasst) ebenso mit ein wie andere Nutzerinnen und Nutzer des öffentlichen Raums (Passanten) sowie jene, welche die öffentliche Ordnung regulieren (Polizei, Sozialarbeitende, Politikerinnen und Politiker). Dadurch soll sie ermöglichen, die Mechanismen zu durchleuchten, die zur Stigmatisierung und Diskriminierung von Alkoholkonsumierenden im öffentlichen Raum führen. Ein Akzent wird auf die besondere soziale Dimension jener Orte gelegt, wo sich diese Menschen regelmässig treffen, um Alkohol (und manchmal auch andere psychoaktive Substanzen) zu konsumieren, aber auch, um den Anschluss an soziale Netze aufrecht zu erhalten. 

Das Verständnis der Gründe und der Motivation dafür, dass jemand in der Öffentlichkeit Alkohol trinkt, ist wichtig, um geeignete Strategien entwickeln zu können, die der Stigmatisierung entgegenwirken. Notwendig ist dieses grundlegende Verständnis auch für die Erarbeitung von Strategien, die das Aufrechterhalten der öffentlichen Ordnung gewährleisten, ohne eine Gruppe von Menschen aus der Gesellschaft auszuschliessen, welche sowieso schon in prekären Verhältnissen lebt.

Publikationen & Downloads

Schnoz, D., Quinteros, I., Labhart, F., Salis Gross, C. & Gmel, G. (2009). Trinken im öffentlichen Raum: Ein Spannungsfeld zwischen Randständigen und PassantInnen. Schlussfolgerungen zur Befragungsfeldstudie. Zürich : Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung.

Labhart, F., Notari, L., & Gmel, G. (2010). Consommation d’alcool dans l’espace public : Etude de terrain auprès des personnes marginalisées de Lausanne et d’Yverdon-les-Bains. Lausanne: Institut suisse de prévention de l'alcoolisme et autres toxicomanies.

Labhart, F., Notari, L., & Gmel, G. (2010). Consommation d’alcool dans l’espace public : Résultats de l’enquête auprès des passants de Lausanne et d’Yverdon-les-Bains. Lausanne: Institut suisse de prévention de l'alcoolisme et autres toxicomanies.

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Infobox zum Thema

Public Spaces

Durchführung: SFA, ISGF
Finanzierung: Schweizerischer Nationalfonds


Kontakt und Anfragen

Florian Labhart
Tel. 021 321 29 51
flabhart@ich-will-keinen-spamaddictionsuisse.ch

Gerhard Gmel
Tel. 021 321 29 59
ggmel@ich-will-keinen-spamaddictionsuisse.ch

 
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