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Das Risiko der Co-Abhängigkeit

Manchmal übernehmen Angehörige Aufgaben der abhängigen Person, um die Situation erträglicher zu machen. Oder sie versuchen ihr zu helfen, indem sie die abhängige Person vor den negativen Folgen ihres Konsums schützen, zum Beispiel durch Entschuldigungen beim Arbeitgeber. Solche Bemühungen führen aber oft nicht zu einer Besserung, sondern helfen, die bestehende Situation aufrechtzuerhalten. Verwandte und Bekannte bringen sich so oft an den Rand ihrer Kräfte. Sie fühlen sich ausgelaugt und haben das Gefühl, ihr Leben drehe sich nur noch um die Abhängigkeit. Letztlich wird so das Konsumproblem des anderen zum Problem der Nahestehenden.

Dies ist ein bekannter Mechanismus. Man spricht dabei auch von Co-Abhängigkeit. Sie kommt in Partnerschaften besonders häufig vor. Aber auch Eltern, Freunde, Arbeitskollegen, Arbeitskolleginnen und andere Personen aus dem sozialen Umfeld können co-abhängige Verhaltensweisen zeigen – Frauen häufiger als Männer.

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