Mit Kindern reden
Wagt das Kind über das Suchtproblem seines Elternteils zu sprechen, befreit es sich vom Familiengeheimnis und damit von einer grossen Last. Um darüber zu sprechen, muss das Kind zum Gegenüber Vertrauen haben. Nahestehende können das Gespräch erleichtern, indem sie die Situation in einer Geschichte veranschaulichen. Das Kind soll dabei eine Verbindung zwischen der fiktiven Figur und der eigenen Person herstellen können.
Nahestehende Menschen sollten vorsichtig über den suchtkranken Elternteil sprechen und sein Verhalten nicht verurteilen. Das Kind sollte auf keinen Fall in einen Loyalitätskonflikt gegenüber den Eltern oder der Familie gebracht werden. Im Gegenteil: Das Kind soll wissen, dass das Brechen des Schweigens nicht heisst, jemanden zu verraten, sondern dem Kind selbst und den Eltern zu helfen.

