Soziale Kosten des Konsums illegaler Drogen
Die Kosten des Konsums illegaler Drogen sind schwer bezifferbar. Sie werden aufgrund verschiedener Indizien berechnet und stellen deshalb Schätzungen dar. Über die direkten Kosten hinaus, welche durch den Drogenkonsum verursacht werden, umfassen die sozialen Kosten auch die gesellschaftlichen Kosten, wie die Verluste der Betroffenen und jene der Volkswirtschaft aufgrund des Ausfallens der Drogenabhängigen aus dem Arbeitsprozess. Hinzu kommen die menschlichen, immateriellen Belastungen der Betroffenen, ihrer Angehörigen und der ganzen Gesellschaft.
Die finanziellen Aufwendungen des Staates für die vier Säulen der Drogenpolitik
(Repression, Behandlung, Schadensminderung/ Überlebenshilfe und Prävention) sind enorm. Die Repression verschlingt mit fast 800 Millionen Franken über die Hälfte der staatlichen Kosten, in die Prävention wird am wenigsten investiert (2.5%).
Die sozialen Kosten für illegale Drogen fallen mit gut vier Milliarden geringer aus als jene für Alkohol oder Tabak. Wenn man aber berücksichtigt, dass weitaus weniger Personen illegale Substanzen konsumieren als Alkohol und Tabak, so
sind diese vier Milliarden vergleichsweise hoch.
Quelle: Jeanrenaud, Claude et al. (2005): Le coût social de la consommation de drogues illégales en Suisse. Schlussbericht.


