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Narrenspiel ohne Brummschädel

22. Februar 2011, 10:36

Die Fasnacht gehört in den Kalender der grossen Feste. Wer die „schönste Zeit des Jahres“ geniessen und die Risiken im Griff behalten will, verzichtet auf einen übermässigen Alkoholkonsum. Auch Organisatoren können Massnahmen ergreifen, um Alkoholprobleme zu vermindern. Die Präventionstipps von Sucht Info Schweiz liefern Hinweise für eine ungetrübte Fasnachtsfreude.

Wo grosse Feste stattfinden, fliesst oft reichlich Alkohol. Das gilt auch für die anstehende Narrenzeit. Landauf, landab treten die Liebhaber der Fasnacht in Aktion. Eine Kehrseite: Alkoholexzesse, Alkoholvergiftungen, Unfälle oder Gewaltakte sind die Risiken des festlichen Treibens. Sowohl Gäste als auch Veranstalter können dazu beitragen, dies zu minimieren. Was bei grossen Veranstaltungen stets gilt, tritt auch für die Fasnacht nicht ausser Kraft. Dazu zählen der Jugendschutz sowie das Verbot der Abgabe von Alkohol an Betrunkene, das in den meisten Kantonen gilt.

Jugendschutz gilt trotz Narrenzeit

An Jugendliche darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. Für Bier, Most und Wein gilt die Altersgrenze von 16 Jahren; für Spirituosen, Aperitifs und Alcopops 18 Jahre. Das obligatorische Schild zur Altersfreigabe in Gaststätten oder Bars unterstützt das Servicepersonal in seiner Arbeit. (Bei Bedarf kann es kostenlos bei Sucht Info Schweiz bezogen werden). Um schwierige Verkaufssituationen zu meistern, sollte mindestens eine erfahrene Person in jeder Ausschankstelle arbeiten. Zahlreiche kantonale Präventionsorganisationen bieten Schulungen für das Personal an. In geschlossenen Räumen können Kontrollarmbänder zur Kennzeichnung des Alters eingesetzt werden. Sinnvoll ist zudem, attraktive nicht alkoholische Getränke anzubieten.

Damit die Festlaune anhält

Die Fasnächtler können einiges dazu beitragen, alkoholbedingte Probleme zu vermeiden. Für Sucht Info Schweiz stehen folgende Tipps im Zentrum:

  • Das Trinktempo selbst bestimmen. Um den Überblick über die Trinkmenge zu behalten: Das Glas erst nachfüllen lassen, wenn es leer ist.
  • Das Fasnachtsfieber ist schweisstreibend. Deshalb gilt: Den Durst mit alkoholfreien Getränken löschen. Alkohol entzieht dem Körper Wasser!
  • Es ist schwierig einzuschätzen, ob und wann man den zulässigen Blut-alkoholgehalt erreicht hat. Deshalb gilt: Wer trinkt, fährt nicht und leistet sich ein Taxi oder nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel. Wer zu viel Promille im Blut hat, sollte davon abgehalten werden, mit dem eigenen Fahrzeug heimzukehren. Festveranstaltende ermöglichen ihren Gästen eine sichere Heimkehr, indem sie einen Taxiservice oder Sammelbusse organisieren.
  • Grössere Mengen Alkohol können zu einer Alkoholvergiftung führen. Koma oder sogar Tod sind mögliche Folgen. Wenn jemand reglos ist, kann dies ein Warnsignal sein. Personen im Umfeld sollten im Zweifelsfall die Sanität (Tel. 144) kontaktieren oder einen Transport in den Notfall ins Auge fassen.

Sucht Info Schweiz in Kürze

Sucht Info Schweiz ist eine private Organisation mit gemeinnützigem Zweck. Sie will Probleme verhüten oder vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol, anderen psychoaktiven Substanzen oder potenziell abhängigkeitserzeugenden Verhaltensweisen hervorgehen. Sucht Info Schweiz konzipiert und realisiert Präventionsprojekte, engagiert sich in der Gesundheitspolitik und der psychosozialen Forschung. Sucht Info Schweiz ist auf nationaler Ebene tätig und pflegt Kontakte zu Institutionen im Ausland. Wir treten daher auch unter den Bezeichnungen Addiction Info Suisse, Dipendenze Info Svizzera und Addiction Info Switzerland auf.

Auskunft:
Monique Helfer
Medienverantwortliche
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Mediensprecher

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