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Wasserpfeife: orientalisch – modisch – gesundheitsgefährdend

06. September 2005, 09:15

Wasserpfeiferauchen ist im Trend: Eine wachsende Anzahl Bars und Restaurants bieten ihrer vorwiegend jungen Kundschaft den orientalischen Tabakgenuss an. Doch der aus langen Schläuchen inhalierte Rauch ist nicht so harmlos wie meist angenommen. Ein Überblick der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) über den aktuellen Wissensstand zeigt: Die weit verbreitete Annahme, dass die Schadstoffe durch das Wasser herausgefiltert würden, ist ein Irrtum.

Das Wasserpfeiferauchen ist in der arabischen Welt und in Teilen Asiens eine alte Tradition. Weltweit rauchen etwa 100 Millionen Menschen Wasserpfeife, vor allem in Nordafrika, Ägypten und im Südwesten Asiens. In der Schweiz ist diese Form des Tabakrauchens erst seit kurzem in Mode. In einer zunehmenden Anzahl Bars und Restaurants können die Gäste in orientalisch gestylter Ambiance Wasserpfeifen mit Tabak aller Geschmacksrichtungen rauchen oder sich in Tabakläden, Shisha-Shops oder via Internet selbst mit den nötigen Utensilien versorgen.

Beim Wasserpfeiferauchen wird mit einem Holzkohlegrill eine Mischung aus Tabak und aromatischen Essenzen mit Frucht-, Honig- oder Minzaroma erhitzt. Der Tabakrauch passiert nach kräftigem Ansaugen blubbernd das Wassergefäss und wird dann durch den langen Schlauch inhaliert. Das charakteristische Blubbern hat der Wasserpfeife den Namen Hubble-Bubble eingetragen; sie ist aber auch unter den Bezeichnungen Hookah, Shisha oder Nargileh bekannt. Das Wasserpfeiferauchen ist meist ein Gruppenritual, das eine Stunde oder länger dauern kann. Sehr viele Wasserpfeifenraucher sind der Überzeugung, dass das Wasser die Schadstoffe aus dem Rauch herausfiltert. Ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zeigt jedoch, dass dies ein Irrtum ist.

Nikotinabhängigkeit, Krebsgefahr und Herzerkrankungen

Auch wenn das Wasserpfeiferauchen erst seit kurzem Gegenstand der Forschung ist, lässt sich aufgrund heutiger Erkenntnisse sagen, dass die Gesundheitsrisiken mit jenen des Zigarettenrauchens vergleichbar sind. Der Rauch der Wasserpfeife enthält nicht nur das abhängig machende Nikotin, sondern auch Teer und andere Schadstoffe wie zum Beispiel Arsen, Chrom und Nickel, die zu Krebserkrankungen der Lunge, Mundhöhle und Blase sowie zu Tumoren an den Lippen führen können. Wegen der Verwendung von glühender Kohle enthält der Rauch der Wasserpfeife zudem grosse Mengen Kohlenmonoxyd. Dieses führt zu Sauerstoffmangel im Blut und belastet dadurch Herz und Kreislauf. Wird die Wasserpfeife von mehreren Personen gemeinsam geraucht, besteht die Gefahr, dass Krankheiten wie Herpes, Hepatitis oder in seltenen Fällen auch Tuberkulose übertragen werden. Ist die Wasserpfeife mangelhaft gereinigt, kann das zu Pilzinfektionen führen. Weil die Stiftung SFA zunehmend Anfragen zu den Gesundheitsrisiken des Wasserpfeiferauchens erhält, hat sie für die Interessierten ein Factsheet mit den wichtigsten Informationen erstellt, das vom Internet heruntergeladen werden kann.

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